· 

Die ersten Wochen

Wir sind unterwegs!

 

...und das mittlerweile schon seit 2 Wochen!

Was wir schon alles erlebt haben, erzählen wir euch jetzt.

 

Die ersten Tage waren sehr gemütlich - wir sind mal einfach nur angekommen.

Meine Eltern haben sich ein Hotel in Palau genommen und wir haben in der Bucht nördlich davon geankert. 

 

Am ersten Tag haben wir hauptsächlich versucht unser Zeug irgendwo zu verstauen. Leider nicht mit Erfolg :-(

Das heißt, wieder mal AUSMISTEN, AUSMISTEN, AUSMISTEN.

Jetzt – 2 Wochen später – würde ich sagen, wir haben’s ganz gut geschafft und sogar noch ein bisschen Platz übrig (hauptsächlich für Proviant ,wenn wir mal länger unterwegs sein werden). 

Juhu, aber leicht war’s nicht. Haben uns echt nochmal von ganz vielen Dingen getrennt. Über das Meiste freuen sich jetzt irgendwelche Italiener :-) und einen kleinen Teil haben wir meinen Eltern wieder mit nach Hause gegeben.

 

2 mal haben wir einen kurzen Ausflug mit meinen Eltern ins Madalena-Archipel gemacht. 

Der erste Spot war super schön – mit einer eigenen kleinen Insel nur für uns. 

Am zweiten Spot haben wir dann schon gemerkt, dass wir mitten im August an einem der schönsten Plätze von Sardinien sind. So viele andere Boote!!

 

Geplant war, dass meine Eltern am 3. Tag zu uns auf’s Schiff kommen und wir ein paar Tage gemeinsam segeln.

Wie es aber so ist, hat uns der Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht. 

Um nicht die volle Wucht abzubekommen, haben wir beschlossen uns wieder Richtung Süden aufzumachen. Ziel: San Paolo.

Dort haben wir direkt vor dem Ort (und auch direkt vor dem Hotel, dass sich meine Eltern gezwungenermaßen nochmal nehmen mussten) bei herrlich klarem Wasser geankert und die nächsten Tage abgewettert. 39.8 Knoten Wind (= ca. 80 km/h) haben wir abbekommen, aber unser Anker hat gehalten und Dank der guten Bucht war es auch nicht weiter wild.

Die Nachmittage haben wir bei meinen Eltern am Strand verbracht und am Abend waren wir immer lecker essen. Einmal sind wir auch nach Olbia gefahren und haben uns dort den Ort angeschaut (...weil wir natürlich wieder mal einen Marina-Shop brauchten, haben wir Olbia besser kennengelernt als gewollt. Diese Shops sind echt immer irgendwo im nirgendwo.).

 

Jeah! Und dann war’s endlich soweit. Der Wind hat wieder nachgelassen und meine Eltern sind zu uns auf’s Boot „gezogen“.

Mein Papa ist ein „alter Segler“ und meine Mama war schon 2 mal mit uns segeln. Allerdings immer bei sehr wenig Wind und Welle. Das sollte sich diesmal dann unerwartet ändern.....

Bei gutem Wind und wenig Welle sind wir erst mal nur ein kleines Stück zur Insel Tavolara gesegelt. Sehr schöne Bucht mit wieder mal seeeeehr vielen Booten. Haben was leckeres gekocht und dann beschlossen weiter zu segeln. 

Bei ca. 15 Knoten Wind gings gut dahin. Und dann....zwischen den beiden Inseln Tavolara und Molara hat der Wind stark zugenommen und auch die Wellen haben sich auf dem kleinen Stück aufgeschaukelt. Aber soweit alles gut! ...bis uns eine (wirklich komplett unerwartete) Böe mit 35 Knoten voll von der Seite erwischt. So eine Aufregung – und das am 1. Segeltag mit meinen Eltern. Naja, Segel gerefft und raus aus dieser „Düse“. 

Wir segeln dann noch, gut mit Wind von hinten, weiter in eine super große und schöne Bucht!

Finden einen super Ankerplatz und bei einem Sundowner ist auch der Schreck gleich wieder vergessen. 

 

Am nächsten Tag sind wir schon etwas vorsichtiger. Wir segeln (und motoren gegen die 1m hohen Wellen) wieder gemütlich zurück. 

Vor der Insel Molara lacht uns ein Ankerplatz so an, dass wir beschließen dort noch eine kleine Pause zu machen. 

WOW!!!!!! Hier ist es mega schön und wir haben den Platz so gut wie für uns allein (ein paar kleine Dinghis sind noch da).

Das Wasser ist kristallklar und unter uns weißer Sand. Ein Traum!

Bleiben den ganzen Nachmittag und segeln erst am Abend – diesmal wirklich ganz gemütlich – wieder zurück in die Bucht vor San Paolo.

Dort genießen wir den letzten Abend mit meinen Eltern bei lecker Essen und lustigen Spielen.

 

In der Früh steht dann der große Abschied an. :-(

Es fällt uns allen sehr sehr schwer und ich vermisse sie jetzt schon sehr!!

Aber zum Glück haben Pensionisten ja Zeit und sie können uns immer und überall besuchen kommen. Wir freun uns schon!!!!!

 

 

Hui.....jetzt sind wir wirklich „alleine“ und unsere Reise geht los.

Wir können es alle noch gar nicht so wirklich glauben. Es ist irgendwie wie jedes Jahr im Sommerurlaub. Einfach herrlich!

 

Wir nutzen den Tag und die Nähe zum Ort um die Wäsche zu waschen, den Kühlschrank wieder aufzufüllen und die Zimmer der Mädls einzurichten. Inaya bewegen wir nur 50m vorwärts, um besser vor der Welle geschützt zu sein. 

 

Die nächsten Tage geht’s wieder weiter nördlich. 

Es ist einfach unglaublich......wieviele Motorboote und mega Yachten kann es an nur einem Ort geben?? Hier wimmelt es nur so von Luxus und wir wählen unsere Route lieber weiter draußen am Meer ;-)

 

Wir bleiben eine Nacht in der Cala Petra Ruja (wunderschön, weißer Sand, klares Wasser) und segeln am nächsten Tag wieder ins Madalena-Archipel.

Mathias zeigt uns eine Bucht in der er schon einmal war – Cala Coticcio.

Ein Traum!!!! Man kann es gar nicht beschreiben. Von außen schaut die Bucht sehr unscheinbar aus, aber wenn man hineinschwimmt ist es einfach nur schön!

Wieder einmal kristallklares Wasser und herrliche Felsen zum klettern und springen.

Für die Nacht segeln wir noch ein Stück weiter in die Bucht Passo Della Moneta. Dort ankern wir auch über herrlichem Sand.

 

Nach ein paar Tagen nur am Schiff freuen wir uns wieder mal auf ein Eis. 

Wir segeln nach Cannigione – hauptsächlich weil Mathias dort die Ersatzteile für unseren Watermaker abholen muss - ankern direkt vor der Marina und gehen gleich mal an Land.

 

 

Schön langsam sollten wir uns Gedanken machen, wie unserer Route weitergeht. Vor allem brauchen wir ein gutes Wetterfenster für die Überfahrt nach Menorca.

Korsika werden wir auslassen – ich weiß, es ist mega schön dort und wir müssen unbedingt hin wenn wir schon mal so nahe sind.....aber das verschieben wir einfach.

 

Morgen werden wir mal einen längeren Segeltag einlegen und zum nord-westlichen Spitz von Sardinien segeln. Dort können wir dann ein paar Tage entspannen und auf das richtige Wetter warten.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Elfi Seidl (Donnerstag, 13 August 2020 16:11)

    hallo meine lieben segler/nachbarn,

    mit aufregung und angespannt hab ich euren bericht gelesen. da fallen mir wieder unsere segelerlebnisse ein.
    ja ja wind/wellen, das kann einem schon mitspielen, aber mit vorsicht, überblick was wetterkapriolen betrifft etc...........kommen dann auch wieder die angenehmen ruhigen segelstunden.
    also ihr VIER passt auf euch auf und genießt einfach euer abenteuer.

    bei mr gehts wieder ans daumen halten und toi toi toi
    toller bericht!!!!
    ganz liebe grüsse von der elfi