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La Gomera - La Plama - El Hierro

 

....3 grüne Inseln zum Wandern.

 

 

 

Das am 24. Dezember unser Kühlschrank eingegangen ist hab ich schon erzählt, oder? Nein,.....Ok, dann jetzt!

 

Der 24. Dezember war ein super schöner Tag! 

Dank der vielen lieben Leute um uns, war es nicht so schwer wie gedacht, nicht bei unserer Familie sein zu können. Dennoch haben wir sie an diesem Tag natürlich ganz besonders vermisst!

 

Die Aufregung ist natürlich groß und schon in der Früh wünschen sich die Mädls den Abend herbei ;-).

Um uns die Zeit zu vertreiben gehen wir dann alle gemeinsam zum Weihnachts-Schwimmen ins Meer. Das hat man ja auch nicht jedes Jahr ;-) 

Danach machen wir uns schick und verbringen den Tag weg vom Boot - immerhin braucht das Christkind seine Ruhe und da dürfen wir nicht stören. 

Wir spazieren durch den Ort, gehen auf einen Cocktail und statten unseren Freunden einen kleinen Weihnachtsbesuch ab.

Eigentlich wollten wir ja warten bis es finster war, aber so lange schaffen wir es nicht (hier wird es ja doch erst um 7 finster und nicht schon um 5 ;-) ).

Wieder zurück am Boot entdecken wir die ersten Spuren.....das Christkind war schon da!

Wie jedes Jahr, lesen wir noch eine Geschichte und singen ein paar Lieder bevor wir zum hell erleuchteten Christbaum gehen. 

Am Abend gibt es ein mega leckeres Essen und danach wird gespielt.

Ein echt schönes Weihnachtsfest! :-)

 

Am 25. bemerken wir dann, dass der Kühlschrank überhaupt nicht mehr kalt ist. Oh nein!!!!! Also erstmal alles Wichtige ausquartieren – zu den Nachbarn – und checken woran das Ganze liegen könnte. Hm...kein Ahnung....und natürlich ist heute Feiertag! :-( 

 

Aber egal, jetzt ist die große Weihnachts-Pontoon-Party angesagt! Mit richtiger Feuerzangenbowle und den berühmten niederländischen Oli-Bolle.

INAYA, OFFCOURSE, SEATTA, SKELLIG, FREEWILLY, WHITEPEARL, PANDEON, NEPTUN,.... Jeder hat etwas vorbereitet und wir spazieren von Schiff zu Schiff um alle Köstlichkeiten zu probieren und mit Allen anzustoßen und zu quatschen.

So ein toller, lustiger Abend! :-)

 

Am 26. steht dann erst mal ausruhen am Programm ;-).

Und unseren Plan, am 27. loszufahren, werfen wir gleich mal wieder über Bord. 

Immerhin müssen wir ja noch unseren Kühlschrank wieder zum laufen bringen.

Mathias findet zum Glück schnell jemanden, der uns helfen kann. Allerdings brauchen wir ein neues Teil, das wir schnell in Teneriffa bestellen und das tatsächlich am nächsten Tag schon da ist. Nur leider kann der Mechaniker jetzt doch nicht kommen und wir müssen wieder warten. 

 

Es gibt schlimmeres ;-) Hier ist es einfach zu schön!

Wir nutzen die Zeit für weitere super schöne Wanderungen die Küste entlang und in die Berge hinauf, ein paar Ausflüge zum Strand und Spaziergänge durch den Ort. Die Abende verbringen wir meistens mit unseren Freunden bei einem Gläschen Wein, am Platz oder beim Spielen - mittlerweile ist die ganze Marina im TAC-Fieber ;-).

 

Am 29. stehen wir als Abschiedskomitee (mit einem weinenden Auge) mit Hupen und Tröten bereit – für OFFCOURSE, SEATTA, NEPTUN und WHITEPEARL beginnt das Abenteuer Atlantik-Überquerung. 

Wir wünschen ihnen nur das Beste!!

 

Und weil das mit dem Kühlschrank nicht so klappt wie gedacht, bleiben wir auch noch über Silvester hier! Eine super Entscheidung :-)

Schon am Nachmittag fangen wir mit den Vorbereitungen an und der Abend auf der SKELLIG ist perfekt! Es gibt lecker Essen und Getränke und zu unserer großen Überraschung gibt es um Mitternacht ein riesiges Feuerwerk. 

Welcome 2021 :-)

 

 

 

Nach langem Überreden, nimmt sich der Mechaniker am 1. Jänner für uns Zeit und baut unseren Kühlschrank wieder zusammen. Am 2. Kommt er noch einmal, tauscht die Filterkartusche und der Kühlschrank funktioniert wieder. JUHU!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Der perfekte Tag für uns, aufzubrechen. 

Nach guten 3 Wochen geht es tatsächlich weiter!

Der Abschied fällt schwer, aber wir werden uns ja auf jeden Fall irgendwo wieder sehen!

 

La Palma ist unser nächstes Ziel.

Auf dem Weg dort hin, bleiben wir noch eine Nacht in Valley Gran Rey vor Anker. 

Die Überfahrt am nächsten Tag ist schaukelig und regnerisch. Leider auch fast windstill und so motoren wir den größten Teil der Strecke. 

Endlich angekommen, erkunden wir gleich mal die Gegend. 

Die Marina-Anlage ist super schön! Und der Ort Santa Cruz de La Palma mit seiner Fußgängerzone und den vielen Bars und Restaurants ist gleich daneben!

 

Aber dann........

Wir haben schon gehört, dass diese Marina nicht gerade gut geschützt ist, sie aber jetzt ein Tor installiert haben, dass den Swell abhalten soll.

Puh!!!!! Also wir möchten nicht wissen, wie diese Marina war, bevor sie dieses Gate gebaut haben.

Es kommen große Wellen in die Marina und die Schiffe zerren an allen Leinen. 

So etwas haben wir noch nie erlebt! Und das Erste das wir hier machen – wir „laufen“ gleich in der Früh in den Marinashop und kaufen alle Ruckdämpfer, die wir kriegen können!!!!

So und mit vielen weiteren Leinen abgesichert, geht es besser, aber Inaya wird noch immer ordentlich hergerüttelt. :-(

Leider gibt es für uns keine Alternative auf der Insel. Die einzige andere Marina – die sehr gut geschützt ist – hat keinen Platz für uns und Ankerplätze gibt es auch keine.

Die nächsten Tage werden zu einer richtigen Herausforderung.

Ein Sturmtief zieht über die Kanaren und leider ist die Marina auch hierfür nicht gut geschützt! Inaya steht im Hafen schräg und eine Böe nach der anderen trifft uns voll.

Es ist echt nicht angenehm am Schiff zu sein, und als uns 64 Knoten von der Seite erwischen, beschließen wir, dass die Mädls mit mir in ein Hotel „ziehen“. Zumindest bis das Gröbste vorbei ist. 

Mathias bleibt am Schiff - einfach um zu schauen, ob alles passt!

Wir haben Inaya so gut abgesichert, dass sie das Alles ohne Schaden gut übersteht!

Und nach 2 Tagen im Hotel (das nächste mal nehmen wir nicht das billigste ;-) ) freuen wir Mädls uns richtig, wieder auf unserer Inschi zu sein!

So eine Aufregung!

 

Auch wenn die Marina nach wie vor sehr unruhig ist, wollen wir auf jeden Fall noch ein paar Tage hier bleiben. Wir haben ja noch gar nichts von der Insel gesehn!

 

Also, Auto mieten und los geht’s!

Leider hat der Sturm auch auf der ganzen Insel seine Spuren hinterlassen und einige Wanderwege und Straßen sind gesperrt. 

Wir finden aber wunderschöne Wanderungen mit dem schönsten Regenbogen den wir je gesehen haben, tollen Wasserfällen und alten Salinen.

Die Sonne lässt sich dann auch immer wieder mal blicken und wir können die Insel noch so richtig genießen.

Die Abende verbringen wir immer wieder mit der Crew von KIBO bei leckerem Essen – Schnitzerl mit selbstgemachten Pommes und mit TAC-Spielen :-).

 

Wir wären noch gerne länger geblieben – bis alle Routen uns Straßen wieder geöffnet sind - aber die Marina ist einfach zu ungemütlich :-(.

 

Deshalb suchen wir uns wieder mal ein gutes Wetterfenster für die Überfahrt nach El Hierro.

Ganz anders als sonst finden wir das beste Wetter diesmal in der Nacht und beschließen es gleich zu nutzen und wieder mal einen Nachtfahrt zu machen.

Der Wind ist super und wir können die ganze Strecke perfekt segeln!

 

Pünktlich zum Sonnenaufgang kommen wir in der Marina in Estaca auf El Hierro an.

Auch hier ist nichts los und wir sind fast das einzige Boot am Steg.

Das Wasser ist endlich wieder herrlich ruhig und so schön klar – JUHU!!!!

Weil es einfach so fein ist, auf einem ruhigen Schiff in einem ruhigen Ort – naja, Ort ist das hier eigentlich keiner....hier gibt es wirklich nichts außer ein paar Häusern und einer kleinen Imbissbar in der Fährstation – bleiben wir die ersten 2 Tage einfach mal am Schiff! So fein.

 

Dann packt uns aber wieder die Lust die Insel zu erkunden. Wir borgen uns ein Auto aus und es geht los!

Die Wanderungen hier sind wieder einmal super schön! 

Wir wandern durch den „Dschungel“ und durch Kiefernwälder, fahren über Straßen mit herrlichem Ausblick und lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen! :-)

 

Das Wahrzeichen der Insel – einen Stinklorbeerbaum – schauen wir uns natürlich genau so an, wie die besonderen Bäume bei Sabinar, die ausschauen als hätte sie der Wind halb umgeblasen!

Ein besonderes Highlight ist eine Lavahöhle, in die wir uns zuerst gar nicht recht hinein wagen. Mitten in einem riesigen Lavafeld führen ein paar Stufen in die Höhle. Geht man den Gang für ca. 100m entlang kommt man zu einem Loch in der Felswand. Hier steht man viele Meter über dem Meer in der Mitte eines Steilhanges! Wirklich cool!

 

Der schönste Ort auf der Insel ist La Restinga. 

Geht man die Hafenmauer entlang, gelangt man an den südlichsten Punkt Europas!

Aber das tollste hier sind eindeutig die Schildkröten, die im Hafenbecken leben und sich manchmal blicken lassen, wenn ein Fischerboot nach getaner Arbeit an der Hafenmauer anlegt.

Und wir haben das Glück sie zu sehen! Ganz gemütlich schwimmt sie durch das Hafenbecken und staubt dabei immer mal wieder ein Stück frisch gefangen Fisch ab.

 

In La Restinga gehen Emilia und Mathias tauchen!

Bei „nur“ 20 ° Wassertemperatur bleiben sie 40 min. unter Wasser und sehen, neben ganz vielen Trompetenfischen, Fischschwärmen und Fischen mit Punkten, auch eine Muräne. Emilia ist mehr als begeistert und freut sich jetzt schon wieder auf den nächsten Tauchgang :-).

 

Es ist immer schwer zu entscheiden, wann es weitergeht bzw. wie lange man auf einer Insel bleibt. Ich glaube wir könnten auf jeder Insel sehr viel mehr Zeit verbringen. 

Aber wie immer spielt das Wetter eine ganz wichtige (oder sogar die wichtigste?) Rolle. Der nächste Tag verspricht uns ein gemütliches segeln/motoren zurück nach La Gomera.

Also wieder mal „Leinen los!“ und bye bye El Hierro.

 

Die Überfahrt ist wirklich super ruhig! Die Welle ist herrlich lang und die Sonne scheint. Abgesehen von zu wenig Wind (müssen immer wieder mal motoren) – perfekt!

Und dann.....DELFINE! JUHU! Die haben wir hier auf den Kanaren erste sehr selten gesehen und als wir näher kommen, sehen wir, dass es mega viele sind!

Anscheinend haben sie aber keine Lust mit uns zu schwimmen, denn nach Kurzem tauchen alle ab und verschwinden. Oder doch nicht?!!!! Wie auf ein Kommando springen unzählig viele Delfine gleichzeitig nebeneinander aus dem Wasser! WOWOWOWO!!! So etwas haben wir noch nie gesehen! Was für ein tolles Erlebnis.

Als sie sich dann später auch noch dazu entschließen, doch mit uns im Bug zu schwimmen, sind wir mehr als begeistert! 

 

Nach einem herrlichen Tag auf See werfen wir dann den Anker vor einem kleinen Ort – den wir uns eigentlich anschauen wollen. Doch leider ist es hier wieder mal so schaukelig :-( - die Welle kommt genau von der Seite und Inaya fliegt hin und her. 

Also nichts wie weg. Wir fahren noch vor dem Frühstück los in die Marina La Gomera. Hihi....fühlt sich gut an wieder hier zu sein!

Frans und Femke von der SKELLIG winken schon von Weitem :-) – wir sind wieder zurück! 

 

 

Mal schaun wie lange wir diesmal bleiben ;-)

(....wir haben hier schon den Namen „MANANA“ bekommen, weil wir immer manana=morgen fahren wollten und dann doch noch blieben ;-) )

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Kommentare: 1
  • #1

    Sandra (Dienstag, 26 Januar 2021 08:41)

    Einfach traumhaft schön. Ich freu mich jedesmal sehr von euren Abenteuern zu lesen. Eure Bilder sind wunderbar. "Manana" kann ich mir sooo gut vorstellen... LG Sandra