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Teneriffa

....Insel 8 von 8.

 

 

Aber zuerst wieder zurück zum letzten Reisebericht....

 

Herrlich wieder in La Gomera zu sein!

 

Irgendwie ist das hier einer unserer Lieblingsplätze geworden! Zum größten Teil liegt das sicher an den tollen Tagen, die wir hier mit unseren Freunden verbringen und verbracht haben, aber auch an der ganzen Umgebung.

Die Marina ist super gut geschützt, klein aber fein und hat eine super Lage. Der Ort San Sebastian ist, wie die Marina, klein aber fein – mit vielen Bars und Allem was man sonst so braucht! ;-)

Und dann ist da natürlich noch die wunderschöne Landschaft! Die herrlichen Wälder und die vielen tollen Wanderwege begeistern uns einfach jedes mal aufs Neue.

 

Aber irgendwie lacht uns die Tage der Schnee auf dem Teide auf Teneriffa so richtig an.

Da müssen wir hin! Schnee im „Sommer“ :-).

Weil wir aber unbedingt noch mehr Zeit auf La Gomera verbringen wollen, beschließen wir nur einen kurzen 3-Tages-Ausflug nach Teneriffa zu machen und dann wieder zu kommen.

 

Also, auf in den Schnee! :-)

Die Überfahrt ist super. Das Wasser ist ruhig. Die meiste Zeit müssen wir motoren, aber ein kleines Stück können wir auch segeln – und das gleich bei 20 Knoten Wind.

Das erklärt sich so:

Zwischen den Inseln kommt es immer wieder zu einem Düseneffekt. In dieser meist kleinen Zone ist der Wind besonders stark und so kommt es auch an eigentlich windstillen Tagen zu stellenweise sehr viel Wind. 

 

Kurz vor Teneriffa entdecken wir wieder „unsere“ Wale und lassen uns wieder ein Weilchen mit ihnen einfach treiben. Das sind die schönsten Momente beim Segeln!

Sie werden auch nie langweilig und verzaubern uns immer auf’s Neue!

 

In Teneriffa angekommen, ankern wir vor dem Strand von Los Cristianos.

Diesmal ist der Platz sehr schaukelig, aber egal. 

Für für Mathias ist er perfekt! Schon beim Näherkommen hat er ein paar Surfer im Wasser entdeckt und kaum ist der Anker gefallen, ist er im Wasser und fetzt mit dem Dinghi zum Surfspot. Die Wellen sind richtig groß! 

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht kommt er wieder zurück zum Schiff. 

 

Und dann ist es soweit.

Mathias hat uns am Vorabend noch ein Auto geholt und wir können gleich in der Früh starten. Ziel: der SCHNEE!

 

Die Landschaft hier ist toll! Es geht den Berg hinauf, durch verschiedenste Gebiete – mal Lavafeld, mal Wald, mal eine Art Wüste. Alle paar Meter bleiben wir stehen um ein neues Foto zu machen.

Aber irgendwie schaut es nicht so aus als wäre hier noch irgendwo Schnee. Hm....vielleicht sind wir doch ein bisschen zu spät (geschneit hat es ja schon vor ein paar Wochen, als wir den Sturm in La Palma hatten)??

Ganz oben auf der Spitze können wir noch Schnee erkennen, dafür müsste man aber mit der Gondel hinauf auf 3715m fahren und das wollen wir nicht.

 

Aber....wer suchet, der findet! ;-)

Dank einem guten Tipp von Freunden, finden wir dann ein Plätzchen mit richtig viel Schnee! So cool! Kurzärmelig und bei 19° auf den Kanaren im Schnee. Wer hätte das gedacht!

Als erstes wird natürlich gleich mal ein Schneemann gebaut und mit den Boogie-Boards, die wir mitgenommen haben, können wir sogar richtig „rodeln“. :-)

So ein cooles Erlebnis – im Sommer im Schnee zu sein!

 

Der Ausflug nach Teneriffa hat sich echt ausgezahlt ;-).

Wir verbringen dann noch einen Nacht bei Puerto Colon vor Anker und lassen den Abend in einer Strandbar mit Live-Music und einem Cocktail ausklingen.

 

Und schon geht’s wieder zurück nach La Gomera.

Wir haben so ein Glück!!! Ungefähr an der gleichen Stelle wie bei der Hinfahrt, sehen wir wieder Wale!

Motor aus und Drohne raus! 

Wir lassen uns bei herrlich ruhigem Wasser gemütlich mit ihnen treiben und haben die Möglichkeit sie wieder ganz genau zu beobachten. So unglaublich mit welcher Ruhe sie um uns herum schwimmen, neugierig näher kommen und dann wieder kurz abtauchen.

 

Den Rest der Strecke können wir dann sogar gemütlich segeln und das Empfangskomitee in La Gomera ist noch größer geworden. Neben Frans und Femke heißen uns diesmal auch Diana und Sven willkommen. 

Das Anlegemanöver macht diesmal Mili ganz alleine! Sie kann das schon richtig gut und möchte immer alle An- und Ablegemanöver machen. So super!! Mittlerweile kann sie das schon besser als ich!

 

Bevor es für uns in ein paar Tagen entgültig „bye bye La Gomera“ heißt, genießen wir unser kleines Inselchen noch so richtig. Vor Allem die gemütlichen Abende mit Skellig, Freewilly und Family4Future sind etwas ganz Besonderes!

 

Tja, und dann geht es auch schon wieder los!

Ziel: Teneriffa

    :-) :-) :-)

Da waren wir doch gerade???? Stimmt!

Und trotzdem ist Teneriffa die einzige der 8 kanarischen Inseln, die wir noch nicht wirklich besucht haben. 

Wir waren schon für ein paar einzelne Tage hier und haben auch schon einen Ausflug gemacht, aber die Insel ist so riesig, dafür brauchen wir auf jeden Fall noch viel mehr Zeit!

Und genau die wollen wir uns jetzt nehmen :-)

 

Damit Mathias noch einmal zum surfen kommt, ankern wir wieder vor Los Cristianos und auch diesmal schaukeln uns die Wellen ordentlich in den Schlaf ;-).

Mit einem kleinen Zwischenstopp für die 2. Nacht kommen wir dann, mit ordentlich Wind, im Hafen von Santa Cruz an.

Die Marina hier ist super geschützt und über eine kleine Brücke kommt man direkt in die Stadt. 

Hier ist richtig was los! Das sind wir schon gar nicht mehr gewohnt ;-).

 

Die ersten Tage erkunden wir die Gegend. 

Das Wetter ist sehr windig, eher kühl und regnerisch.

Wir spazieren durch die Stadt, die Fußgängerzone und wunderschöne Parks.

 

Nachdem sich das Wetter wieder beruhigt hat, borgen wir uns gleich für ein paar Tage ein Auto aus.

Die letzten Inseln waren alle sehr ruhig und die meiste Zeit verbrachten wir mit Wanderungen in den Bergen.

Hier auf Teneriffa gibt es so richtig viel ACTION! Nicht alles hat geöffnet, aber man kann einiges machen und das wolen wir auf jeden Fall! ;-)

 

Und...ACTION:

 

1. .....Reiten :-)

Ein großer Wunsch von den Mädls ist es wieder mal zu reiten - und nachdem Mathias in Island so erfolgreich war, schwingen wir und alle 4 in den Sattel :-).

1 Stunde reiten wir durch die Landschaft – besonders für die Mädls ein absolutes Highlight!

 

2. Lago Martianez

Wir verbringen einen ganzen Tag in einem wunderschönen Meerwasserpool in Puerto de la Cruz.

Die Poollandschaft ist direkt am Meer und mit herrlichem Blick auf den (wieder) verschneiten Teide. 

Die Sonne scheint - so lässt es sich aushalten ;-).

 

3. Aqualand

Yeah! Rutschen, rutschen, rutschen,.....

Wir haben einen geöffneten Wasserpark gefunden und haben ihn fast für uns allein! :-)

Ob in Reifen oder auf Matten, um die Wetter oder einfach so, wir probieren alle Rutschen aus – und das nicht nur einmal.

 

 

Hihi....das waren echt 3 mega actionreiche Tage. 

Es war richtig schön, wieder mal was ganz Anderes zu machen.

 

Da wir das Auto noch für einen Tag haben, nutzen wir die Chance in die Berge zu fahren. Das Anaga-Gebirge können wir von unserem Liegeplatz in der Marina sehen und es schaut wunderschön aus. Also nix wie rauf.

Wir finden einen super schönen Wanderweg durch einen verzauberten Wald. Es ist herrlich ruhig hier und nach den letzten Tagen richtig angenehm.

 

Nach einem herrlich ruhigen Marina-Stadt-Tag segeln wir am Samstag Vormittag wieder los.

Wir wollen endlich wieder mal ankern!

Die Bucht im Nord-Osten der Insel soll super schön sein. Sie ist nicht weit von Santa Cruz entfernt, doch schon bei der Hafenausfahrt merken wir, dass (entgegen der Vorhersage) eine ordentliche Welle an die Küste rauscht. 

Naja, die Ankerbucht wird schon gut geschützt sein. Oder?

Nein! Leider steht auch hier in der Ankerbucht eine ganz schön große Welle und das einzige Boot, das hier ankert, fliegt von einer Seite auf die Andere. :-(

Was machen wir?

Da die Wettervorhersage für die Überfahrt nach Gran Canaria am nächsten Tag auch nicht so mega toll ausschaut, beschließen wir wieder zurück in die Marina zu fahren.

Hihi....das war eine kurze Ausfahrt! 5 Stunden nachdem wir aufgebrochen sind, kommen wir wieder in der gleichen Marina an :-).

Anscheinend sind wir noch nicht fertig mit Teneriffa ;-).

 

Das Wetter schaut auch für die nächsten Tage nicht viel besser aus. 

Also machen wir’s uns wieder gemütlich! Wir spazieren durch die Stadt und erledigen ein paar Bootsarbeiten – unsere Fenster sind wieder mal undicht :-(, eine Gasplatte spinnt und sollte ausgetauscht werden, wir müssen noch einige Sachen ausmisten, bereiten ein Paket vor, dass dann schon mal nach Österreich darf und noch so ein paar Kleinigkeiten.

Die restliche Zeit verbringen wir mit Schule und gemütlichen Spiele-Abenden am Schiff. 

 

Der eigentliche Plan war ja nochmal ein Auto auszuborgen und die Insel weiter zu erkunden – wir haben noch soooo viel nicht gesehen - aber gleichzeitig wollen wir, wenn ein gutes Wetterfenster kommt, dieses auch nutzen und nach Gran Canaria segeln.

Und so wie es ausschaut kommt dieses Fenster früher als gedacht – Übermorgen.

Also kein Auto und Teneriffa muss warten, bis wir irgendwann mal wieder kommen.

 

Den letzten Tag auf Teneriffa wollen wir aber auf jeden Fall noch einmal so richtig nutzen. 

Auto haben wir keines mehr, dafür gibt es hier mega viele Busse – ich hab noch nie so ein riesiges Busterminal gesehen.

Wir fahren zum zweiten Mal in das Bad in Puerto de la Cruz – Lago Martianez. Weil’s einfach so schön war :-).

 

Am Abend lernen wir dann noch die Crew von Meerjungfrei kennen.

Ein perfekter, gemütlicher Abschluss! :-)

 

Nach langer Zeit läutet um 7.00 Uhr der Wecker – also für uns eigentlich mitten in der Nacht ;-) (Es ist ja auch noch finster draußen!).

Pünktlich zum Sonnenaufgang legen wir ab und machen uns auf den Weg nach Gran Canaria.

Bei 12 – 18 Knoten am Wind (der Wind kommt von vorne) können wir super segeln. Die Welle kommt zwar auch von vorne, aber Inaya stampft mit 4,5 Knoten tapfer vorwärts.

 

Wir sitzen an Deck und beobachten das Meer......

„Was ist das?!?“ Das war eindeutig keine Fontäne von einem Grindwal....das muss etwas größeres gewesen sein.

Beim genaueren Beobachten durch das Fernglas erkennen wir, dass es sich eindeutig um größere Wale handelt. Wie cool!!!!!!

Wir versuchen ein Stückchen näher zu kommen – der Wal verabschiedet sich aber in sicherer Entfernung mit einem Wink mit der Rückenflosse. WOW!!!!!!!!

Wir haben große Wale gesehen!!!!!! So schön :-).

Hinter uns sehen wir immer wieder, wie der Wal – oder vermutlich mehrere Wale – Luft ausblasen. Alleine das ist wirklich spektakulär und unfassbar live zu sehen!

 

Weiter geht die Reise , als Mathias plötzlich ruft: „Der Wal! OH NO!!!“ 

Er reißt das Ruder herum, und wir können das Schlimmste gerade noch verhindern. Beinahe wären wir mit dem Bug voran in einen riesigen (sicher 10m langen) Pottwal gefahren, der ganz plötzlich vor uns aufgetaucht ist.

Ein Schock für uns Alle – den Wal und uns!

 

Zum Glück überstehen wir und der Wal dieses Erlebnis ohne Schäden. Puh!

So toll es ist einen Wal zu sehen, ihn vielleicht auch aus der „Nähe“ zu sehen, direkten Kontakt wünscht sich keiner! :-(

 

Kurz darauf besuchen uns Delfine, die wie wild aus dem Wasser springen, kurz in unserer Bugwelle schwimmen nur um dann gleich wieder weiterzuziehen – wir sind ihnen heute vermutlich zu langsam ;-).

 

Der restliche Segeltag verläuft ruhiger. Wir stampfen weiterhin durch die Wellen und kommen gut voran.

Wie der Sonnenaufgang, ist auch der Sonnenuntergang spektakulär. 

Calima – ein Wind aus der Sahara, der viel Sand zu den Kanaren bringt und die Luft trübt, zaubert eine besondere Stimmung.

 

Noch sind es ein paar Meilen. Es wird schnell finster und der Wind schläft ein. Also Motor an und weiter geht’s. Nach 14 Stunden kommen wir in der Ankerbucht vor Las Palmas an und kochen uns erst mal ein lecker Abendessen – Griesnockerlsuppe um 22.00 Uhr :-).

Und dann ab ins Bett!

 

So gut die Überfahrt war, man ist danach trotzdem auf eine ganz besondere Art fix und foxi. Meist schaut das Schiff nach so einem Gewackle auch ganz schön aus, weil irgendwas herumfliegt oder, so wie diesmal, die ganze Wasserflasche auf die Couch kippt und alle Pölster durchtränkt :-(.

Aber aufräumen muss bis morgen warten!

 

Heute war der perfekte Tag dafür. Wir haben alles aufgeräumt und getrocknet, Inaya von dem ganzen Salz befreit und einen Platz in der Marina bekommen.

 

Vor ein paar Monaten waren wir schon mal auf Gran Canaria. 

Aber wie alle anderen Inseln können wir auch hier gut und gerne noch ein paar Wochen verbringen :-)

 

Wir freuen uns auf die nächsten Tage in denen wir uns auch mal wieder ein Auto ausborgen werden um die Insel weiter zu erkunden. Mathias freut sich auf’s surfen und die restliche Zeit werden wir einfach auf unserer Inschi genießen.

 

 

Alles Liebe an euch alle!

Macht immer das Beste aus eurer Situation und lasst es euch trotz Allem (oder genau deshalb) so richtig gut gehen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzes Extra:

 

So lustig, wie sich unsere Reieberichte und Fotos in den letzten Monaten verändert haben. 

 

Anfangs waren wir kaum länger als einen Tag an einem Platz. 

Wir waren die meiste Zeit vor Anker, sind viel geschwommen und geschnorchelt. 

Unsere Fotos waren meist mit kristallklarem Wasser im Hintergrund.

 

Seit den Kanaren hat sich das sehr geändert.

Wir haben die türkise Unterwasserwelt gegen die verschiedensten wunderschönen Landschaftsformen getauscht. 

La Graciosa, Lanzarote und Fuerteventura haben uns mit den Vulkanlandschaften verzaubert, Gran Canaria mit seiner Vielfalt (Stadt, Strand, Wüste, Wald,....).

La Gomera, El Hierro und La Palma sind wunderbare grüne Inseln mit mystischen Wäldern zum wandern.

 

Wir tauschten

schwimmen und schnorcheln gegen surfen und tauchen,

warmes Mittelmeerwasser gegen kühles Atlantikwasser,

Sommerhitze gegen angenehme Frühlingstemperaturen,

Ankerbuchten gegen Marinas,

Strandtage gegen Wandertage,

Dinghi gegen Auto,

kurze Thermiken gegen beständige Winde,

Gewitter gegen stabile Wetterlagen,

kleine gegen große Wellen,

.....

 

Wir lieben die Kanaren und ihre Vielfalt, sind aber auch unglaublich froh, die Zeit im Mittelmeer voll ausgenützt zu haben.

 

 

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