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Lanzarote - La Graziosa

 

 

Irgendwie fühlt es sich an, als wären wir wieder da.

Was auch immer dieses DA sein mag, es ist ein super Gefühl, wieder auf Lanzarote zu sein.

Kaum zu glauben, dass inzwischen so viel Zeit vergangen ist und wir auch alle 7 anderen kanarischen Inseln besucht und so viel erlebt haben.

 

Aber zurück in die Ankerbucht von Papagayo....

Nach einer feinen Nacht fahren wir in unsere Lieblingsmarina.

Wir bekommen einen guten Platz und genießen erstmal eine richtig heiße Dusche. 

Hier ist es echt super! Der Hafen ist gut geschützt, es gibt viele Restaurants und Bars, gleich in der Nähe einen super schönen Strand und eine ewig lange Strandpromenade in den nächsten Ort. 

Wir lassen uns einfach treiben, genießen die Tage und entscheiden immer spontan worauf wir gerade Lust haben. 

 

Nebenbei erledigen wir natürlich auch ein paar Boot-Jobs, die sich so angesammelt haben.

 

Auf den wilden Überfahrten entlang der Küste Fuerteventuras, hat Inaya ganz schön Wasser aufgeschaufelt.

Und offensichtlich haben wir vorne am Bug (Spitze des Segelschiffes) irgendwo eine undichte Stelle.

Unsere Matratze ist leider echt nass geworden und auch die Decken hat es erwischt. :-(

Nachdem alles getrocknet ist, versuchen wir die undichte Stelle zu finden.

Wieder mal gar nicht so leicht. 

Um da überhaupt hin zu kommen, müssen wir die Matratzen raus räumen, die Platten vom Bett nehmen und erst mal alles ausräumen – unter jedem Brett findet man ein neues Fach, in dem wir alles mögliche (Segeln, Kanister, ...) verstauen können. 

Die undichte Stelle können wir trotzdem nicht finden.

Hoffen wir einfach mal, dass wir nicht so schnell wieder so viel Wasser aufschaufeln. ;-)

 

Ein winzig kleines Loch in der Genua, durch das, bei richtigem Sonnenstand, ein kleiner Lichtstrahl scheint, ist unser nächstes Projekt.

Dafür heißt es an einem sonnigen und windstillen Tag - Segel runter, Segel waschen, Segel trocknen, Segel kleben, Segel wieder rauf.

 

Und wie immer kommt nach der Arbeit....das Vergnügen.

Zur „Belohnung“ gehen wir lecker Essen, auf ein Eis oder an den Strand. Herrlich!

 

Und dann ist es endlich soweit!

Ein besonderer Tag steht vor der Tür - Leonas Geburtstag. 

Ihre größten Wünsche – schwimmen im Pool und Hendl essen. :-)

Das Pool in der Marina hat leider trotz Stufe 2 nicht offen, aber das Hendl wartet schon auf uns!

Vorher müssen aber noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden.

Da die Mädls ihre Leidenschaft fürs Backen entdeckt haben, überlasse ich ihnen das Backen der Muffins sehr gerne.

Das ist auf jeden Fall auch viel besser so!!! Alle, die meine Muffin-Geschichte kennen, stimmen mir mit Sicherheit zu ;-).

 

                                   *** 9 Jahre ***

Zur Feier des Tages gehen wir mit Freunden essen – natürlich Hendl.

Wir gehen an den Strand auf ein Eis und am Nachmittag gibt es die leckeren, perfekten Muffins der Mädls bei uns am Schiff.

Ein richtig schöner Tag mit einem strahlenden Geburtstagskind!

                

 

Der nächste Tag hält auch schon die nächste Überraschung für uns bereit.

Wir sind eingeladen, den Tag auf einem Katamaran zu verbringen. Wie cool ist das!!!!

Wir sind richtig aufgeregt und freuen uns mega auf dieses tolle Erlebnis!

Zu Mittag geht es dann raus aus der Marina, die Segel werden gesetzt und wir segeln ein Stückchen in die Bucht von Papagayo. Herrlich!

Die Mädls müssen natürlich gleich den Praxistest machen und schauen, ob man auf einem Katamaran tatsächlich die Gläser auf dem Tisch stehen lassen kann, wenn man segelt. Und.....es stimmt! 

Und nicht nur die Gläser stehen auf dem Tisch. Café und Kuchen dürfen auch nicht fehlen und so lassen wir es uns mal wieder (so wie eigentlich jeden Tag) so richtig gut gehen.

Vorne in den Netzen kann man super liegen und die Fische, die unter uns herum schwimmen, beobachten. Ein Träumchen, wie unsere Freunde sagen würden. :-)

 

So ein Katamaran ist echt ein Wahnsinn! So viel Platz und ein herrlich ruhiges, angenehmes schaukeln! 

Aber so schön dieser Tag auch war, und so toll ein Katamaran ist, unsere Inaya ist halt einfach unser Zuhause und wir fühlen uns richtig wohl hier.

...auch wenn uns heute Abend alles nochmal kleiner vorkommt als sonst. ;-)

 

Ein weiteres Bootsprojekt ist unser Motor, der leider immer wieder etwas Öl verliert.

Mathias hat schon einen Ahnung woran das liegen könnte und beschließt das Teil einfach mal auszubauen. ....einfach mal ;-).

Ganz so leicht ist es NATÜRLICH nicht, aber mit Hilfe des Mechanikers, der zum Glück gleich Zeit hat, schafft er es.

Das heißt, wir haben vorerst mal keinen funktionierenden Motor. :-(

Irgendwie ist es ein komisches Gefühl, ohne Motor zu sein. Zu wissen, dass man nicht einfach losfahren kann, wenn man gerade Lust hat. 

Das Teil, welches wir brauchen, ist natürlich nicht lagernd und muss in den Niederlanden bestellt werden. Wie lang das dauert? Das weiß natürlich keiner. Hm....wir haben schon viele Geschichten von bestellten Dingen gehört, auf die man dann 4 Wochen oder länger warten muss.

Das ist eigentlich nicht das, was wir wollen. Vor allem, weil unser Motor ja eigentlich funktioniert hat und wir nur immer wieder mal (also eigentlich echt seeeehr selten) Öl wegwischen und dann nachfüllen mussten.

Also...altes Teil wieder rein – Motor läuft! Juhu!

Das neue Teil bestellen wir aber trotzdem. So haben wir jetzt einen funktionierenden Motor und können überall hinfahren und sobald das Teil dann da ist, bauen wir es einfach ein und haben auch dieses kleine „Problemchen“ gelöst.

 

Und weil unser Motor ja wieder funktioniert, geht es auch gleich mal wieder raus aus der Marina und rüber nach Los Lobos.

 Dort steht auch schon der nächste Geburtstag vor der Tür.

                  Mathias einziger Wunsch – Surfen!

Die Mädls backen wieder ein paar Muffins und Mathias springt ins Wasser und paddelt zu seiner Geburtstags-Welle. Perfekt!

 

Leider ist die Ankerbucht diesmal sehr schaukelig - wir sind ja einiges an Geschaukle gewöhnt, aber wenn dann wirklich alles nur noch hin- und herfliegt und man es in sämtlichen Kästen nur noch klimpern und rumpeln hört, dann ist das auch für uns zu viel - und so beschließen wir gleich zurück nach Lanzarote zu segeln.

Eigentlich eine kurze 2 Stunden Strecke, aus der, wenn Wind und Welle nicht so ganz mitspielen, auch mal 3,5 Stunden werden können. ;-)

Mathias genießt das Segeln und das ist heute das Wichtigste!

Den Anker werfen wir diesmal direkt vor der Marina, da es auch in der Bucht von Papagayo sehr schaukelig ist.

Nach einer leckeren Geburtstags-Lasagne geht der Tag bei einem gemütlichen Sundowner auch schon wieder zu Ende.

 

Am nächsten Tag gehts auch schon wieder in die Marina. Und dort wird der Geburtstag dann doch noch ordentlich nachgefeiert.

All unsere Boots-Freunde kommen zu einem Kaiserschmarrn-Nachmittag und am Abend geht’s noch auf ein oder zwei ;-) Getränk in die Bar.

 

Da das mit dem Pool in der Marina nicht geklappt hat (er hat noch immer nicht offen und keiner weiß, wann sie ihn wieder aufmachen dürfen), haben wir eine Überraschung für die Mädls vorbereitet - es geht für 3 Tage in ein Hotel.

Eine super Auszeit für uns Alle! 

Ein richtiges Badezimmer; ein Bett, das nicht schaukelt; Essen, das man nicht selber kochen muss; kein Abwaschen und Aufräumen, weil sonst alles wieder herumfliegen könnte und natürlich ein Pool fast für uns alleine......herrlich!

Wir lassen es uns richtig gut gehen und genießen jede Minute.

 

Vollkommen entspannt kommen wir nach diesen 3 tollen Tagen wieder zurück auf unsere Inaya.

Wieder am Schiff, bereiten wir uns auf unser nächstes Ziel vor - La Graciosa.

Vor allem die Essensvorräte müssen wieder ordentlich aufgefüllt werden. Also auf zum Großeinkauf. Mit Rucksäcken bepackt spazieren wir die 20 min. zum nächsten Supermarkt um dort ordentlich einzukaufen. ;-)

 

La Graciosa ist die kleinste Insel der Kanaren und für uns die Wichtigste.

Warum? 

Vor über 6 Monaten sind wir genau hier - nach 5 Tagen und Nächten mitten am Atlantik - angekommen.

Das Gefühl damals war unbeschreiblich und auch die Insel hat uns sofort in ihren Bann gezogen!

 

Auch diesmal kommen wir - nach einer deutlich kürzeren und angenehmeren Anreise – in der kleinen Bucht an.

Und wieder sind wir beeindruckt von der wunderschönen Kulisse.

Das Wasser ist kristallklar und das Blau passt perfekt zu der kargen (fast schon Wüsten-) Landschaft. 

 

Wir genießen es sehr, wieder hier zu sein. 

Hier, wo es nichts gibt, außer einem Traumstrand, klarem Wasser und einer wunderschönen Landschaft.

Der nächste Ort ist ca. 30 min. zu Fuß entfernt und so ankern wir hier mit ein paar anderen Booten fast wie vor einer einsamen Insel.

 

Mathias spaziert jeden Tag einmal quer über die Insel um zu seinem Surf-Spot zu gelangen, wir schnorcheln in der Bucht und wandern auf den „Vulkan“ direkt vor unserer Haustüre.

 

Nach ein paar Tagen kommen auch unsere Freunde zu uns in die Bucht. Perfekt!

Das heißt: gemeinsame Sundowner, Spieleabende, leckere Essen,  Ausflüge....einfach eine super feine Zeit! :-)

 

Eines der Highlights ist sicher der Abend mit selbstgemachten Grillhendln und Kinoabend für die Mädls. :-)

 

An einem anderen Abend fragen wir bei einem Fischerboot, das immer am Abend in die Bucht kommt, ob wir einen Fisch haben könnten. Na klar!

Und so bekommen wir 3 frisch gefangene Red Snapper, die dann auch am nächsten Tag von den Männern zubereitet und gegrillt werden.

 

Und natürlich Ostern....

Der Osterhase hat uns auch auf La Graciosa gefunden. 

Wir er es über's Wasser zu uns geschafft hat ist uns nach wie vor ein Rätsel, aber bereits in der Früh haben wir überall am Schiff leckere Schokoeier gefunden. :-)

Das Eierfärben haben wir dieses Jahr selber übernommen und die Eier gar nicht gefärbt, sondern einfach ganz bunt bemalt. Fast zu schade zum Eierpecken - aber das gehört nun mal dazu und so haben wir am Ostersonntag unsere Freunde in diese - anscheinend österreichische (sie haben es zumindest nicht gekannt) - lustige Tradition eingeweiht.

 

Nach 2 traumhaft schönen Wochen wird es Zeit den Anker zu lichten und wir machen uns (fast schon schweren Herzens) auf den Weg zurück nach Lanzarote. 

Wir sind wieder voll im „Anker-Modus“ angekommen und wollen noch ein paar Tage in der Bucht von Papagayo bleiben bevor es wieder zurück in die Marina geht.

Auch hier sind wir diesmal ganz alleine vor Anker.

 

Wir arbeiten an kleinen Projekten, die Mädls machen ihre Schulsachen, wir fahren an den Strand, spielen viele Spiele und hören viele Geschichten.

Warum wir schwimmen in letzter Zeit eher selten erwähnen? Das mit dem Schwimmen ist so eine Sache... Nach wie vor vermissen wir das warme Wasser vom Mittelmeer ;-). Hier hat das Wasser keine 20 Grad und meistens bläst an Land ein kühler Wind – also nicht gerade so verlockend. Aber immer wieder mal schaffen wir’s dann doch und springen ins klare Wasser und es ist einfach herrlich! Besonders, wenn man dann auch, mit Taucherbrille und Schnorchel bewaffnet, die Unterwasserwelt beobachten kann.

 

Einen Tag darf Mathias wieder mal Arbeiten – direkt vom Boot aus.

Er fotografiert die österreichischen Olympia-Segler, die bei ihrem Training direkt bei uns vorbeisegeln. So cool!

 

Tja, so vergehen unsere Tage immer schneller als uns lieb ist. :-)

 

Morgen oder übermorgen geht’s mal wieder in die Marina. 

Das Wichtigste diesmal: Dusche für Inaya und für uns ;-).

 

Was sonst die nächsten Wochen am Programm steht wissen wir noch nicht, aber Ideen gibt es schon ein paar. Auf jeden Fall wollen wir uns wieder mal ein Auto ausborgen um die Insel weiter zu erkunden.

 

 

Bis dahin wünschen wir euch alles Liebe!

Bleibt gesund und macht weiterhin das Beste aus der Situation!

 

 

 

 

 

 

 

Kleines Extra 1 - Häkelfieber

 

Hauben auf den Kanaren?

Die Mädls sind gerade im Häkel-Fieber. 

Besonders Emilia zaubert eine Haube nach der nächsten und hat schon viele Aufträge von anderen Crews bekommen.

Echt toll wie sie das macht! 

Und so schön zu sehen, dass ihre Arbeit so viel Anerkennung findet und sich Alle über ihren neuen Kopfschmuck freuen.

....und ja, eine Haube ist echt super hier! Besonders wenn man segelt. Da bläst einem der Wind oft ordentlich um die Ohren und man ist froh, wenn man eine Haube auf dem Kopf hat. :-)

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Emma (Samstag, 17 April 2021 14:01)

    Sehr schön was ihr da macht das würde ich auch gerne machen�
    Viele Bussis Eure Emma��‍♀️