· 

Die letzten Wochen

 

 

Die letzten Wochen auf unserer Inaya.... 

Mir wird ganz komisch zumute, wenn ich daran denke, dass wir jetzt wirklich nach Hause fliegen!

 

Am Anfang dachte ich, wir haben ewig Zeit – und das hatten wir eigentlich ja auch.

Und trotzdem verfliegt die Zeit, vor allem, weil wir jeden Tag so viel erleben.

Tja, und jetzt ist es wirklich vorbei – unser großes Abenteuer einer Segelreise.

 

Natürlich haben wir die letzten Wochen nochmal so richtig genossen! 

Wir haben tolle Ausflüge gemacht, waren lecker Essen und haben viel Zeit mit unseren Freunden verbracht.

 

Aber zurück zum letzten Bericht....

 

 

Die Bucht von Papagayo ist einfach herrlich. Das Wasser ist klar und wir ankern über Sand – der ist hier allerdings gar nicht so leicht zu finden, aber mittlerweile kennen wir die Sandflecken hier schon sehr gut. 

Die vorerst letzte Nacht vor Anker wollen wir dann aber direkt vor der Marina verbringen.

Ob das so eine schlaue Entscheidung war? 

In der Nacht fängt es, zuerst nur ganz gemütlich, dann immer wilder, an zu schaukeln. Um 5.30 reicht es uns. Es fliegt wieder mal alles durch die Gegend und an Schlaf ist nicht wirklich zu denken. :-(

Ein Glück, dass wir nicht weit haben. Und so beschließen wir, einfach in die Marina zu fahren und dort am Gästesteg weiter zu schlafen bis das Office aufmacht. Gesagt, getan!

War also doch gar nicht so blöd, direkt vor der Marina zu ankern. ;-)

 

Und so kommt es, dass wir die Ersten sind, die an diesem Tag in die Marina fahren. ;-)

Wir bekommen wieder unseren alten Platz und machen Inaya fest.

Inaya bekommt eine Außen-und-Innen-Komplettreinigung und auch wir genießen das herrlich warme Wasser einer richtigen Dusche sehr.

Die nächsten Tage verbringen wir ganz gemütlich bei leckerem selbstgebackenem Kuchen von Emilia, wir spazieren nach Playa Blanca, gehen lecker Essen, Arbeiten ein bisschen am Boot und wandern die Küste entlang. 

Ganz oft begleiten uns unsere Freunde und wir genießen die Zeit in vollen Zügen.

 

Weil wir uns mit unserem „Winterplatz“ für Inaya doch nicht so sicher sind, wollen wir uns die Marina in Arrecife nochmal anschauen. 

Also, auf nach Arrecife. 

Eigentlich eine kurze Strecke, gut geschützt vom Land......ABER.

Nachdem wir gleich mal super lossegeln konnten, stehen wir eine halbe Stunde später in der Flaute. Was ist da los?

Na, hilft ja nix, Motor an. Zum Glück lässt der Wind nicht lange auf sich warten, auch wenn er aus einer komplett anderen Richtung kommt als vorhergesagt. Egal, wir können wieder segeln! Der Wind ist nicht zu stark und wir haben kaum Welle. Herrlich!

Doch leider nicht lange, nach 1-2 Stunden nimmt der Wind immer mehr zu, und auch die Welle baut sich schnell auf. Und natürlich – alles genau gegen uns. 

Das heißt, wir reffen die Segel und fetzen im Am-Wind-Kurs dahin, bis uns eine Welle wieder komplett bremst. Ahhhhh...... Und das ganze natürlich nicht in die richtige Richtung. Wir müssen kreuzen. Das heißt, der Wind kommt genau aus der Richtung in die wir eigentlich wollen. Gegen den Wind kann man aber nicht segeln, deshalb arbeitet man sich im Zick-Zack-Kurs immer ein Stückchen weiter Richtung Ziel.

Als der Wind dann auf 25 Knoten steigt, beschließen wir ein bisschen näher zur Küste zu fahren um ein bisschen besser geschützt zu sein.

Haha......wir fetzen auf die Küste zu, bis der Wind es sich anders überlegt, ganz plötzlich aus der anderen Richtung kommt nur um 10 sec. später komplett weg zu sein. Also doch wieder weiter raus! 

Und da.....

Delfine! Und zwar richtig viele! Sie sind offensichtlich gerade bei der Jagd - da 100e von Vögel sie umkreisen - nehmen sich aber trotzdem die Zeit ein Stückchen mit uns zu schwimmen. Sicher 10 Delfine tummeln sich in unserer Bugwelle. Einfach nur schön!

Nach ein paar Minuten sind sie wieder weg und wir wurschteln uns weiter vorwärts.

Hihi.....wenn man sich unseren Kurs von diesem Tag anschaut, fragt man sich, was wir da gemacht haben. ;-)

Es geht noch ein paar mal so hin und her – viel Wind – kein Wind.

Irgendwann reicht es uns. Wir kommen kaum vorwärts und so starten wir für die letzten Meilen den Motor.

Nach 9 Stunden - für grade mal 19 Meilen – kommen wir fix und foxi in Arrecife an.

 

Die Marina hier ist super gut geschützt und direkt an der Promenade gibt es das leckerste Asia-Restaurant. 

Der perfekte Abschluss für den heutigen Tag.

 

Für die nächsten 4 Tage borgen wir uns ein Auto aus.

Diesmal machen wir das klassische Touristenprogramm. ;-)

Wir besuchen die Lavahöhle Cueva de los Verdes, schauen vom Aussichtspunkt Mirrador del Rio rüber nach La Graciosa, lassen uns in der alten Hauptstadt Teguise Nutellapalatschinken schmecken, besuchen den Nationalpark Timanfaya inklusive einer Kamel-Tour, wandern durch El Golfo und versuchen uns noch einmal im Surfen am Strand von Famara. Diesmal versuch sogar ich mein Glück. Man muss aber ehrlicherweise zugeben, dass sich die Mädls da um einiges besser anstellen. ;-)

 

Die Zeit am Boot verbringen wir mit Kleinigkeiten, die gemacht werden müssen. Zum Beispiel müssen wir die Logge wieder mal reinigen. Die Logge zeigt uns eigentlich an, wie viele Meilen wir segeln. Nur leider funktioniert unsere oft nicht und so ist die Anzeige oben nicht zuverlässig. Dafür haben wir dann unsere Handy’s, die auch unsere Zick-Zack-Kurse immer genau aufzeichnen. ;-)

 

Nach einer Woche – und 6x Essen vom Asiaten;-) – machen wir uns wieder auf den Weg zurück in die Marina Rubicon.

Oder zumindest kurz davor.

Diesmal segeln wir herrlich! Wind und Welle sind auf unserer Seite und wir genießen den perfekten Segeltag. Juhu!!!!

Um das Kap von Papagayo herum schaut das Ganze auf einmal ganz anders aus. Hier bläst der Wind richtig stark und es hat sich in der Bucht eine ungemütliche Welle aufgebaut.

Also wieder zurück um die „Ecke“. Hier liegen wir super ruhig über herrlich weißem Sand mit einer traumhaften Kulisse. Es könnte nicht schöner sein.

Den nächsten Tag starten wir mit einer kleinen Wanderung an Land. 

Danach fahren wir weiter und ankern wieder mal direkt vor der Marina Rubicon.

Mathias ist beim letzten Mal hier schnorcheln gewesen, um den besten Ankerplatz zu finden. Wir wollen ja immer, dass unser Anker im Sand liegt und auch die Kette sollte immer über Sand sein. Bei Steinen muss man aufpassen, dass sich der Anker oder die Kette nicht verfangen und wir sie dann im schlimmsten Fall nicht mehr hoch bekommen, oder sie Schaden nehmen.

Aber jetzt wissen wir ja, wo der beste Platz für unseren Anker ist, und genau den schnappen wir uns auch. Perfekt!

Als wir dann am nächsten Morgen aufwachen, sind wir mehr als erstaunt. 

So kristallklar und spiegelglatt haben wir das Wasser hier noch nie erlebt. Man sieht bei 7m auf den Grund und erkennt jeden noch so kleinen Fisch, der hier herumschwimmt. Wow!!! Wir schwimmen gerade in einem Aquarium. ;-)

 

Mathias nutzt das ruhige Wasser aus und macht sich daran unser Unterwasserschiff wieder mal etwas zu reinigen. Er tauscht auch gleich die Zinkanode an der Welle aus. Und auch sonst fällt ihm immer etwas ein, das noch gemacht werden „muss“. ;-)

Die Mädls erledigen gerade fleißig ihre Schule und ich beobachte einfach nur die Fische. Herrlich!

 

Nach 2 Tagen melden sich dann Wind und Wetter wieder zurück. Es fängt sogar leicht an zu regnen. 

Also nix wie rein in die Marina und gleich mal einen Spieleabend mit unseren Freunden ausmachen.

 

Am 1. Mai ist es in Österreich Tradition auf den Maibaum zu kraxeln. Und wir haben hier ja den größten „Maibaum“ immer mit dabei. Also nix wie rauf!

Die Mädls sind super mutig und kommen fast bis zu Spitze – die ist ca. 12 m hoch.

Wer so fleißig kraxelt hat sich dann natürlich auch ein Hendl verdient. Die gibt’s hier gleich ums Eck und schmecken genau wie daheim.

 

Und weil wir heute schon so sportlich sind, machen wir auch gleich weiter. 

Mit unseren Freunden wandern wir bis zum Leuchtturm. 

Puh, das ist ein ganz schönes Stück – 14 km Hin- und Zurück, aber super schön!

Zum Glück finden wir am Weg ein paar Smoothie-Bars für einen – oder zwei ;-) - Stopps.

 

Wenn ich mir so überlegen, was wir hier die meiste Zeit machen, dann ist es wohl fast das Essen. ;-)

Emilia verwöhnt uns – und all unsere Freunde – jetzt fast täglich mit neuen Kuchen-Kreationen. Wir gehen wirklich oft und gerne Essen und an manchen Tagen kochen wir auch ganz groß für Alle und treffen uns auf einem Schiff um gemeinsam zu essen. 

Wir genießen es sehr, diese Möglichkeit zu haben und besonders die Abende mit unseren Freunden sind einfach wunderbar.

 

Tja, und dann steht schon der nächste Geburtstag vor der Türe.

 

Emilia wird 11

Und ihr größter Wunsch ist es, an ihrem Geburtstag tauchen zu gehen. 

Natürlich mit Alvaro – ihrem Tauchlehrer von Rubicon Dive, mit dem sie auch den Open-Water-Diver gemacht hat.

Weil ja Emilas Geburtstag ist und wir eigentlich beide mit ihr tauchen gehen wollen, vereinbaren wir 2 Termine. Einen Tag vor ihrem Geburtstag darf ich mit ihr tauchen gehen. Ein tolles Erlebnis, mit einem Engelhai, einem Rochen, einer Krebsspinne, vielen Baracudas, und ganz vielen bunten Fischen.

 

Den Nachmittag verbringen wir in der Küche. ;-)

Emilia will unbedingt eine Sachertorte backen und Leona möchte selbst Grisinis machen.

Also wird gewerkt. Mit einem mega Ergebnis! Wow!

Jetzt kann der Geburtstag kommen.

 

Und das tut er dann auch.

In der Früh geht’s gleich los zum Tauchen. Dort wird sie als Geburtstagskind gleich mal herzlich begrüßt und besungen. Und nach dem Tauchgang gibt’s dann sogar einen kleinen Geburtstagskuchen. So lieb!

Mit einem breiten strahlen im Gesicht kommt Emilia zurück zum Schiff.

Die selbstgebackene Sachertorte haben Leona und ich in der Früh noch schön verziert.

Jetzt kann die Party richtig starten. 

Nachdem alle Geschenke ausgepackt sind, geht’s auch schon zum Mittagessen. All unsere Freunde kommen mit und Emilia ist mega happy. 

Es gibt dann noch Smoothie und Torte bei uns am Schiff.

Ein richtig schöner Tag!

 

Der nächste Tag ist nicht so schön!

Es heißt Abschied nehmen. :-( 

Schweren Herzens verabschieden wir uns von unseren so lieb gewonnen Freunden und auch von Lanzarote.

Wir wollen weiter nach Fuerteventura um dann pünktlich zu unserem Heimflug in Gran Canaria zu sein.

Der Abschied fällt sehr schwer, aber wir nehmen einen Schatz an tollen gemeinsamen Erlebnissen mit und werden immer mit Freude an die Zeit zurück denken. Und wer weiß – irgendwann werden wir uns irgendwo bestimmt wieder sehen. :-)

 

Auch Lanzarote werden wir jetzt länger nicht sehen, aber,.....ach ja, das hab ich ja ganz vergessen zu erzählen....wir haben für Inaya einen Liegeplatz in Arrecife bekommen. Dort darf sie das nächste Jahr auf uns warten. Und somit kommen wir auf jeden Fall nach Lanzarote zurück – und darauf freuen wir uns schon jetzt! :-)

 

Das Wetter ist super und der Wind auch. Und so segeln wir gemütlich mit ca. 4 Knoten – bei 9-12 Knoten Wind – nach Puerto del Rosario.

Diesmal bleiben wir hier nicht nur für 1 Nacht. Wir wollen uns nämlich ein Auto ausborgen – das haben wir in Fuerteventura noch gar nicht gemacht – und die Insel erkunden.

Erster Programmpunkt: der Oasis-Park. Ein richtiger Zoo mit ganz vielen Tieren. Das absolute Highlight, vor allem für mich – hier kann man Giraffen füttern. Ein tolles Erlebnis. :-)

Den nächsten Tag kurven wir quer über die Insel, machen mehrere Stopps in den Dünen und in kleinen Orten.

 

Nach 2 Tagen geht’s aber auch schon wieder weiter. 

Es ist viel Wind vorhergesagt und wir wollen dieses Wetter in Gran Tarajal abwettern.

Wir können wieder super segeln. Diesmal mit etwas mehr Wind, aber sehr ruhigem Wasser. Super fein!

Erst die letzten Meilen nimmt der Wind deutlich zu. Da ist es dann immer fein, wenn Inaya auf ihrem Platz in der Marina steht und wir angekommen sind.

 

Die nächsten Tage sind sehr entspannt.

Wir verbringen viel Zeit am Schiff. Schule, Backen, lecker kochen, spielen,......einfach gemütlich!

Wir spazieren natürlich auch durch den Ort, holen uns ein Eis oder gehen lecker Essen. 

 

Der Wind ist zum Glück nicht ganz so stark wie vorhergesagt und Inaya liegt relativ ruhig. 

Dennoch beschäftigt uns das Wetter die Tage wieder mehr. 

Eine längere Überfahrt – je nachdem wo wir starten, 50-60 Meilen – steht uns noch bevor und wir wollen natürlich wieder mal das beste Wetterfenster erwischen.

Gar nicht so leicht. Irgendwie pfeift der Wind die nächsten Tage/Wochen so gut wie jeden Tag hier runter. :-(

 

In der Marina wird es dann doch auch ein bisschen unruhiger. Der Wind nimmt zu und Inaya ruckt hin und her. Trotzdem liegen wir super geschützt. 

Am Strand zeigt sich ein ganz anderes Bild. Hier rauscht eine riesige Welle an den Strand, der schon komplett überschwemmt ist. 

Surfer und Boogie-Border freuen sich darüber und auch Mathias springt gleich mal ins Wasser. :-)

2 Tage herrscht diese Ausnahmesituation, doch dann beruhigen sich die Wellen wieder so, dass sich die Mädls mit den Boogie-Bords ins Wasser wagen. So ein Spaß!

 

Um wieder ein Stückchen weiter zu kommen, machen wir uns nach einer feinen Woche auf den Weg nach Morro Jable – unsere Karibik der Kanaren.

 

Puh.....aber die Überfahrt hat es ganz schön in sich.

Zuerst können wir super segeln und freun uns auf den herrlichen Tag auf dem Wasser. Leider nicht lange.

Ein paar Meilen nach dem Start dreht der Wind in alle 4 Himmelsrichtungen. So oft wie in dieser halben Stunde haben wir noch nie die Segelstellung gewechselt.

Das ganze geht so lange, bis der Wind komplett einschläft und wir den Motor starten. 

Ein paar Meilen später dreht der Wind wieder in die richtige Richtung und wir können wieder segeln. 

Immer wieder denk ich mir: „Wir sind das ja jetzt schon gewohnt, so schlimm kanns ja nicht sein.“ Und trotzdem, wenn der Wind immer stärker wird, die Wellen rasend schnell zunehmen und das Meer ganz grimmig (mit weißen Schaumkronen auf grauem Wasser) ausschaut, steigt bei uns die Anspannung. 

Wir segeln immer sehr defensiv, reffen Segel sehr früh und ändern notfalls auch den Kurs.

Der Wind steigt auf über 30 Knoten und wir fetzten mit gereffter Genua übers Wasser. In diesen Momenten freu ich mich immer einfach nur aufs Ankommen.

Und das ist wieder wunderbar!

Einmal um die Ecke lässt der Wind nach, das Wasser ist fast spiegelglatt und die Sonne kommt durch. So schön kann Segeln sein.

Und wieder mal hatten wir alle Bedingungen bei einer einzigen Überfahrt.

 

Unser Anker fällt und wir liegen herrlich ruhig. 

Hier scheint die Windvorhersage wieder mal überhaupt nicht zu stimmen. Eigentlich sollte auch hier der Wind mit über 20 Knoten blasen. Wir haben gerade mal 5 Knoten. :-)

Herrlich!

 

Die nächsten Tage schaut die Windvorhersage noch wilder aus.

Diesmal haben wir jedoch Glück und der Wind streift uns nur. Immer wieder mal rauscht eine Böe mit bis zu 30 Knoten über uns, aber die meiste Zeit ist es fast Windstill und wir genießen das Ankerleben. :-)

 

Am 2. Tag fahren wir mit dem Dinghy an Land, spazieren die Promenade entlang, gehen lecker Essen und auf ein Eis.

Mathias entdeckt auch eine Windsurf-Schule, die jetzt wieder geöffnet hat, und steht schon am Brett. :-)

Die Abende verbringen wir ganz gemütlich am Schiff. Mit gutem Essen und vielen Spielen.

 

Alle paar Stunden checken wir das Wetter. Nicht nur um hier gut auf alles vorbereitet zu sein, sondern auch, um unsere Überfahrt nach Gran Canaria im Auge zu behalten. 

Nach wie vor ist auch für die nächsten Tage immer viel Wind vorhergesagt. Schön langsam sollten wir aber ein Wetterfenster wählen – in einer Woche fliegen wir schon von Gran Canaria nach Hause.

Donnerstag schaut für uns zur Zeit am Besten aus, obwohl sich die Wettervorhersage täglich mehrmals ändert. 

 

Und weil sich tatsächlich kein besseres Wetterfenster ergibt, läutet am Donnerstag um 6.00 Uhr der Wecker. Puh.....das ist ja mitten in der Nacht!

Aber wir wollen so früh wie möglich los, um dann auch so früh wie möglich anzukommen.

In der Bucht ist es ruhig und wir sind gespannt, was uns „draußen“ erwartet.

Wir haben ja mit vielen gerechnet, aber ganz so wild haben wir’s uns dann doch nicht vorgestellt.

 

Gleich die Küste entlang – im eigentlichen Windschatten von Fuerteventura – bekommen wir Böen bis zu 34 Knoten ab.

Das Meer ist auch hier schon richtig wellig und wir fetzen mit gereffter Genua ordentlich dahin.

Das Kap ist immer eine besondere Herausforderung und wir bekommen schon sehr bald ziemlich große und steile Wellen ab. :-(

Spätestens jetzt wissen wir, dass das keine gemütliche letzte Überfahrt wird, aber umdrehen wollen wir auch nicht. Wir wissen ja, dass es in den nächsten Tagen nicht besser wird.

Also, Augen zu und durch!

Und genau so machen wir’s auch.

Da Inaya innerhalb kürzester Zeit so viel Wasser aufgeschaufelt hat, dass Alles komplett nass ist, bleiben wir Mädls unten, hören Musik und Geschichte und versuchen ein bisschen zu schlafen.

Mathias hält – in kompletter Montur inkl. Gummistiefel – oben die Stellung.

Bei 18-24 Knoten Wind und bis zu 4m - ich sag euch ja, dass die größten Wellen sicher 5m hoch waren, aber Mathias meint, das ist übertrieben ;-) – hohen, kurzen und steilen Wellen, schaukeln wir Meile für Meile vor uns hin.

Das Beste an der ganzen Situation ist, dass wir wenigstens auch schnell sind – einen Durchschnitt von 5 Knoten!

Nach 12 mega anstrengenden – bei solchen Bedingungen ist auch das herumliegen anstrengend - Stunden kommen wir endlich im Hafen von Las Palmas an. 

Die Wellen begleiten uns bis zum Schluss und erst hinter der Hafenmauer wird es endlich ruhig!

Geschafft!!!! Yeah!!!!!

 

Das war die letzte Überfahrt unseres großen Segel-Abenteuers als Familie. 

Wir hätten uns eine gemütlichere gewünscht, aber wenn man dann mal angekommen ist, ist alles gut und die Freude darüber überwiegt.

 

In weniger als 1 Woche fliegen die Mädls und ich schon nach Hause. 

Zeit, um drüber nachzudenken, hab ich zum Glück nicht viel! Ich kann es gar nicht wahrhaben, dass diese Reise jetzt vorbei ist. :-(

Zum Glück überwiegt die meiste Zeit die Vorfreude auf unsere Familie und Freunde.

Und dann muss ja die nächsten Tage auch noch Alles ausgeräumt und wieder eingepackt werden - also genug Ablenkung.

 

Mathias segelt, nachdem er uns zum Flughafen gebracht hat, wieder zurück nach Lanzarote. Dort kommen ihn noch 2 Freunde besuchen und sie wollen noch ein paar Tage surfen gehen.

Dann heißt es auch für ihn, Inaya „einwintern“ und ab nach Hause.

 

Bis zu unserem Abflug werden wir die Zeit hier in Las Palmas noch so richtig genießen.

 

Und dann freun wir uns darauf, unsere Liebsten endlich wieder in den Arm nehmen zu können!!!

 

Bis bald!!!!!!

 

 

 

 

Wir werden euch natürlich auch in Zukunkt, hier auf unserer Homepage, über all unsere weiteren Abenteuer auf dem Laufenden halten und würden uns freun, wenn ihr uns weiterhin mit so viel Begeisterung und so vielen lieben Kommentaren begleitet! 

Danke :-)

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Moni (Montag, 24 Mai 2021 21:27)

    Ihr Lieben,
    ich kanns garnicht erwarten, euch wieder zu sehen!!!! Sooo ein schönes Abenteuer, dass ihr da erlebt habt! Ich freu mich schon, euch wieder in die Arme zu schließen, viele dicke Bussals, Moni

  • #2

    Paci und meine Crew (Mittwoch, 26 Mai 2021 13:09)

    Ich hab schon Tränen in den Augen nur beim lesen....
    Und wahrscheinlich wirds beim nächsten Eintrag zum schluchzen �

    Aber wir freuen uns schoooonn sooooo....

  • #3

    Susi Sch. (Donnerstag, 27 Mai 2021 21:59)

    Unglaublich, wie schnell es Jahr vergangen ist. Aber diesen Schatz an Erlebnissen und Erinnerungen kann euch niemand nehmen!