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Ein Abenteuer geht zu Ende.

 

 

Morgen fliegen wir tatsächlich nach Hause.

Wir können es kaum glauben und blicken – mit einem lachenden und einem weinenden Auge - auf eine mega schöne Zeit zurück!

 

„Jahrelang“ haben wir darauf hin gearbeitet, diesen Traum wahr werden zu lassen und schwupps –ist er vorbei. Ihn erlebt zu haben, ist aber eines der wunderbarsten Dinge in unserem Leben!

 

Schon vorab stellt man sich natürlich vor, wie die Reise sein wird, was man alles erleben wird und wo man überall hinkommt. Man schmiedet Pläne und Ideen.

Und dann geht’s tatsächlich los und die Vorstellungen rücken in den Hintergrund. Man lebt im hier und jetzt. Pläne können geändert werden und neue Ideen werden Wirklichkeit.

Anders als bei einem Segelurlaub geht es nicht mehr ums Segeln. Es geht ums Leben auf einem Schiff - ein schwimmendes Zuhause, das man überall hin mitnehmen kann um immer neue wunderschöne Plätze auf unserer Erde zu entdecken. 

So etwas kann man sich im vorhinein nicht vorstellen! Man muss das Abenteuer wagen, den ersten Schritt gehen und dann.... ist man mittendrin. Man muss es ERLEBEN! ;-)

 

Fast 1 ganzes Jahr haben wir auf unserer Inaya gelebt.

Aber ist das wirklich etwas Besonderes? 

Für uns fühlt es sich nicht besonders an. Ein Leben auf einem Segelboot, kein Problem – für uns normaler Alltag!

Und auch für die vielen Leute, die wir kennengelernt haben ist ein Leben auf einem Schiff mit all seinen Besonderheiten ganz normal. 

Und dennoch ist es etwas ganz Besonderes.

Ich glaube wirklich bewusst, wie besonders das ist, was wir hier erleben durften, wird uns erst, wenn wir wieder zu Hause sind.

 

Wir haben unsere Wohnung aufgegeben, unser ganzes übriges Hab und Gut in Kisten gepackt und auf dem Dachboden verstaut und sind mit Sack und Pack auf unsere Inaya gezogen.

Ein kleines Schiff in mitten des großen Ozeans. 

Unsere Inaya, die wir schon seit Jahren kennen, wurde zu unserem schaukeligen, kleinen aber feinen Zuhause.

Wir sind fast durch das ganze Mittelmeer gesegelt, sind durch die Straße von Gibraltar hinaus auf den Atlantik. Waren 5 Tage und Nächte nur umgeben von Wasser, haben alle 8 kanarischen Inseln erkundet, viele wunderbare Leute in unser Herz geschlossen und Freunde auf der ganzen Welt gefunden. 

 

Wir haben viele Meeresbewohner live gesehen, tolle Wanderungen gemacht, Vulkane erklommen, sind in Höhlen gewandert und haben sogar den Schnee gefunden.

Wir haben Geburtstage, Feiertage, Weihnachten, Ostern, Silvester,..... ohne unsere Liebsten daheim gefeiert und 1 ganzes Jahr Schule gemacht – auch nicht immer leicht.

 

Vielleicht haben wir das ein oder andere schlechte Erlebnis „vergessen“ zu erzählen oder ein bisschen harmloser dargestellt.

Hauptsächlich um die Sorgen von Omas und Opas nicht noch größer zu machen, aber auch um uns selbst ein bisschen die Sorge und Angst zu nehmen.

 

Es war nicht immer alles leicht in diesen Monaten auf See. 

Wind, Welle und Wetter lassen nicht mit sich reden, machen keine kurze Pause, wenn man nicht mehr kann, und sind ein ständiger Begleiter.

Alles in allem haben wir alle Situationen mit Bravour gemeistert und können stolz auf uns und vor allem auf die Mädls sein, die das meistens mit einer unglaublichen Lockerheit und Geduld mitgemacht haben.

 

Für alle die es jetzt genauer wissen wollen, eine kleiner Auszug „The ugly truth of sailing.“ folgt noch. ;-)

 

Das schönste jedoch war.... Wir hatten Zeit!!!!

Wir haben die Zeit als Familie verbracht und ich möchte keine Sekunde missen.

Wir haben uns allen Herausforderungen gemeinsam gestellt und sie gemeistert!

Es gibt keinen einzigen Tag, den wir nicht gemeinsam verbracht haben. Wir haben gespielt, gelacht, den Alltag gelebt, natürlich auch mal gestritten, über Alles geredet und die gemeinsame Zeit genossen.

Und das Beste, wir haben so viele tolle, besondere, aufregende Dinge erlebt, die wir nie wieder vergessen werden.

 

Wir haben unsere Mädls wachsen gesehen – nicht nur körperlich.               

Wir haben miterlebt, wie sie sich über Erfolge freuen, selbstbewusst im Leben stehen, auf andere Menschen offen zugehen, sich ihre eigene Meinung bilden und diese präsentieren. Wie sie sich ärgern und wütend sind, wie sehr sie ihre Familie und Freunde vermissen, Ideen haben und diese verwirklichen.....

Oft sitze ich neben ihnen und muss einfach zu lachen anfangen.

Ich bin glücklich all diese Momente mit ihnen teilen zu dürfen und ich bin so unglaublich stolz auf meine 2 wunderbaren Schätze!

 

Diese Reise zu etwas ganz Besonderem, haben auch all die tollen Menschen, die wir kennenlernen durften, gemacht.

Wir haben ihre Geschichten gehört und miterlebt, haben unendlich viele lustigen Tage und Abende mit ihnen verbracht, gemeinsame Ausflüge gemacht und tolle Erinnerungen geschaffen.

 

Die schönsten Abenteuer sind doch die,

die wir mit wunderbaren Menschen teilen können.

 

Ihr Alle habt unsere Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht und seid ein wichtiger Teil unseres Abenteuers.

Vielen Dank!

Thank you so much!

Dank je wel!

Muchas gracias!

Merci beaucoup!

 

OFFCOURSE – MAKANI – CHI – SKELLIG – SAETTA – SANUTI – KIBO – EXITONE – FOOLISH – LAGERTHA – ATEA – FREEWILLY – FREEDOM – IBEX – RANTJE –WINDFAMILY – RUSH – WHITEPEARL – COCODELO – REVEDOCEAN – DIGADAO – BUMMLER – PRINCIPESSA – TARPAN – PANTEON – NEPTUN – BLUEFLASH – ZORA – WIZARD – SWISSLADY – BLACKMOON – STRESSLESS – MAJA – IVALU – OALEN – MARITIMI – TELEMAQUE – und alle Anderen! :-)

Wir wünschen euch Allen weiterhin viele wunderbare Erlebnisse auf eurer Reise, immer guten Wind in den Segeln und immer ein Lachen im Gesicht!

Genießt es!

...und am meisten freuen würde uns, wenn wir uns irgendwann, irgendwo mal wiedersehen!

 

 

Tja, und jetzt geht’s nach Hause – in 4 Stunden schaffen wir die Strecken, für die wir Monate gebraucht haben. ;-)

 

Wir freuen uns so auf unsere Familie und unsere Freunden, die wir dieses Jahr am meisten vermisst haben.

Wir freuen uns darauf, endlich alle wieder in den Arm nehmen zu können.

 

Wie schwer es uns fällt, das Alles hinter uns zu lassen, ist nicht in Worte zu fassen. :-(

Meistens überwiegt zur Zeit zum Glück die Vorfreude auf unsere Liebsten daheim und dennoch werden wir dieses ganz besondere Leben hier auf unserem Schaukelschiff sehr vermissen!

 

 

Was wir daraus gelernt haben:

 

Lebe den Tag, genieße jeden Moment, sei mutig, lass dich nicht unterkriegen und lass deine Träume wahr werden!

 

 

 

Wir möchten uns auch bei euch Allen bedanken!

Danke, dass ihr dieses Abenteuer mit uns erlebt habt! Danke, für eure vielen lieben Kommentare und eure Unterstützung – egal wie sehr sich unsere Pläne geändert haben.

 

 

 

Wir hoffen, ihr werdet uns auch bei unserem neuen Abenteuer begleiten!

Wir werden euch auf jeden Fall hier auf unserer Homepage auf dem Laufenden halten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Abschluss noch ein paar Daten und Fakten:

 

 

Meilen:                      3000 Meilen = ca. 6.000 km

Tage:                          302 Tage als Familie auf unserer Inaya

Anker-Nächte:          110 Nächte vor Anker

Nächte auf See:        9 Nächte auf hoher See

Motorstunden:         350 Stunden unter Motor

Meeresbewohner:    Delfine, Grindwale, Pottwale, Schildkröten, Engelhaie, Rochen, 

Tintenfische, Barracudas, Papageienfische, fliegende Fische, 

und ganz viele bunte Fische, ....

 

Eigentlich wollte ich auch noch ein paar Fun-Facts auflisten, aber wir haben keine Ahnung mehr wie viele KILO Gries wir für Griesnochkerl verbraucht haben, ich kann mich nicht genau erinnern, wieviele Bücher ich gelesen hab – obwohl es eindeutig weniger waren, als ich mir gedacht hätte. Die Paletten an Bier und die vielen Weinflaschen, die wir mit all unseren Freunden geleert haben, lassen sich auch nicht so leicht zusammenfassen – es sind auf jeden Fall eine Menge gewesen.

Eis, keine Ahnung mehr, wieviele Kugeln wir genüsslich geschleckt haben, oder wie oft Leona die Geschichte von Liselotte gehört hat – bestimmt an die 300x. :-)

Die vielen Hauben, die Emilia für Alle gehäkelt hat, könnten wir sogar noch an den Köpfen, die sie jetzt tragen, nachzählen. ;-)

Tja, und das wars dann auch schon wieder.  Sollte mir doch noch was einfallen, lass ich es euch wissen. ;-)

 

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Melanie Lindenberg (Mittwoch, 26 Mai 2021 05:51)

    Liebe Inaya Crew,

    Danke dafür, dass ihr eure Erlebnisse so toll hier und auf Instagram erzählt habt. Es war eine Freude ein bisschen mit dabei zu sein und zu erfahren welche Orte wir auf jeden Fall auch noch aufsuchen sollten. Noch sind bei uns nicht die kanarischen Inseln dran - aber sicherlich irgendwann- , wir setzen ganz bald unsere Reise ab Lissabon ins Mittelmeer fort. Ich wünsche euch ein gutes nach Hause kommen und noch viele neue Abenteuer. Liebe Grüße von Melanie von der SyHorizonte

  • #2

    Zora (Samstag, 05 Juni 2021 13:15)

    Sehr schön! Und daraufhin möchte ich euch gerne Brigittes und mein Lebensmotto bekanntgeben. Mich begleitet Albert Schweitzer seit meinem 12. Lebensjahr und jedes Jahr stimmt es mehr! Vielleicht mögt ihr diesen Einblick auch!

    ALBERT SCHWEITZER
    Ein freier Mensch
    Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein.
    Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann!
    Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten!
    Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft,
    weil der Staat für mich sorgt.
    Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen; Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.
    Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.
    Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten,
    als ein gesichertes Dasein führen.
    Lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges,
    als dumpfe Ruhe Utopiens!
    Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben,
    noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.
    Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: Dies ist mein Werk!
    Das alles ist gemeint, wenn wir sagen:
    Ich bin ein freier Mensch!