Sri Lanka

 

...und wieder etwas später als gedacht....

 

 

Also erstmal vorweg:

Wir sind natürlich gut angekommen hier in Sri Lanka und sind mittlerweile auch schon fleißig unterwegs gewesen und haben so einiges erlebt!

 

Aber wieder zurück zum Anfang....

 

Nach ein paar herrlichen Wochen in Salzburg, steht schon wieder Abschiednehmen an. :-(

Keine Ahnung warum, aber diesmal fällt es uns leichter als beim 1. Mal. Unsere Reise ist nicht so ungewiss und vermutlich werden wir auch nicht so lange bleiben. Aber wer weiß was kommt. ;-)

 

Dennoch fällt es immer schwer unseren Liebsten für längere Zeit „Auf Wiedersehen“ zu sagen. 

 

Tja, und dann geht es tatsächlich schon wieder los!

Mit dem Zug nach München, mit dem Flugzeug nach Doha und von dort weiter nach Colombo – Sri Lanka.

 

Reisen in Zeiten von Covid-19 ist nicht immer leicht, und auch Sri Lanka hat viele Einreisebestimmungen, die wir Dank der Hilfe von einem Freund und dem Chef von unserem 1. Hotel Alle erledigen konnten- PCR-Test, Visa, Covid-Regelungen,.......

Am Flughafen und bei der Einreise wird genau kontrolliert, ob wir alle Formulare ausgefüllt haben und alle Bedingungen erfüllen. 

 

Endlich in Sri Lanka angekommen, werden wir von einem Hotel-Taxi abgeholt. Bedingung für die Einreise hier ist es, die ersten 14 Tage in einem Level 1 Bubble-Hotel zu verbringen. In diesen Hotels ist man zwar in „Quarantäne“, darf sich aber im Hotelgelände frei bewegen und Alles benutzen – Pool, Restaurant und Bar. Für uns eine super Lösung. In vielen anderen Ländern muss man die Quarantäne nur im Hotelzimmer verbringen. Das ist hier viel besser gelöst.

 

Und irgendwie haben wir schon wieder Glück mit den Corona-Zahlen. Diese haben sich in Sri Lanka in den letzten Wochen sehr gebessert und genau am 7. Juli – der Tag unserer Abreise – haben sie die Regelungen gelockert. 

Kaum im Hotel angekommen, teilt uns der Manager mit, dass wir nun doch nicht mehr in Quarantäne bleiben müssen, sondern jederzeit aus dem Hotel auschecken und das Land erkunden können.

 

Für uns eine super Nachricht! Und trotzdem bleiben wir die ersten 5 Tage in unserer „Bubble“ um uns an das Klima und die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen.

Das Hotel ist außerdem super schön! Wir haben den Pool so gut wie für uns allein und das Personal erfüllt uns jeden Wunsch. Das Essen ist mega lecker und der Ausblick von unserem Zimmer ist super – das Meer!

 

Ein Freund von uns, war schon 2x in Sri Lanka und hat hier einen guten Freund mit dem wir schon in Österreich Kontakt aufgenommen haben – Dinesh.

Dinesh holt uns am 5. Tag vom Hotel ab und wir verbringen die nächsten Tage in seinem Guesthouse, dass wir samt Garten und Pool nur für uns haben.

 

Einmal raus aus dem Hotel, wird uns schnell klar, dass Corona hier viel merkbarer zugeschlagen hat, als wir das kennen! :-(

Es sind wenige Leute auf der Straße, die meisten Geschäfte/Restaurants haben geschlossen, die Leute sind zurückhaltend und wir sind so gut wie die einzigen Touristen hier.

Durch Dinesh bekommen wir einen guten Einblick in das „richtige“ Sri Lanka. Seine Arbeit hat er bereits vor 1,5 Jahren verloren. Geld vom Staat gibt es hier keines und die Jobchancen sind gleich Null.

Da auch keine Touristen kommen, verdienen die meisten Menschen hier nichts und können sich ihr Leben oft grade mal so leisten!

Auto und Moped hat er schon verkauft und der einzig fahrbare Untersatz für die 4-köpfige Familie ist zur Zeit ein Fahrrad – mit dem in Österreich schon seit Jahren niemand mehr fahren würde.

 

Die Herzlichkeit mit der wir - trotz all dem – hier empfangen werden ist unbeschreiblich!

Überall lachende Gesichter, die versuchen uns alle Wünsche zu erfüllen.

Die Hilfsbereitschaft ist so riesengroß! Da können wir uns eine riesige Scheibe abschneiden – und hoffentlich mit nach Hause nehmen!

 

Dinesh begleitet uns jeden Tag als Tourist-Guide und organisiert Alles für uns – zum Glück!

Da wir doch schon früher aus dem Hotel raus sind, müssen wir uns um unseren 2. PCR Test (am 7. Tag nach dem 1.) „selbst“ kümmern. Also eigentlich organisieren der Manager vom Hotel und Dinesh Alles für uns. 

Die Test-Location zu finden wäre für uns alleine ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Das Labor – also eigentlich darf man das nicht so nennen – ist keine 10qm groß und von Schimmel überzogen. Puh!!!! :-( Augen zu und durch!

 

Wir besuchen auch eine Schildkröten-Auffang-Station.

Hier in Sri Lanka gelten Schildkröteneier als Delikatessen und es gibt zum Glück viele Organisationen die versuchen die Schildkröten zu retten. Sie kaufen die Eier, bevor sie gegessen werden, und „brüten“ sie aus. Die kleinen Schildkröten werden am Strand wieder frei gelassen – in der Hoffnung, dass sie sich durchkämpfen und zu großen, wunderschönen Meeresschildkröten heranwachsen.

 

Der krönende Abschluss in Dineshs Haus ist ein Grillabend mit seiner Familie. Wir werden wieder mal so lecker bekocht und lernen seine Frau und seine 2 Kinder kennen.

 

Es ist echt toll, diesen Einblick zu bekommen, so sehr uns die Geschichten und Lebensumstände auch mitnehmen. Vor allem die Mädls beschäftigt das sehr! Es ist einfach unvorstellbar, dass sich jemand kein Geld für ein Transportmittel für die ganze Familie hat, dass er sich selbst beim Essen nur das Notwendigste leisten kann, dass er bei der Hitze ein langärmeliges T-Shirt anhat, weil er grad kein Anderes hat.

 

 

Nach 5 tollen, ereignisreichen, aber auch zum nachdenken anregenden Tagen verabschieden wir uns vorerst von unserem Gastgeber und machen uns mit dem von uns gemieteten Auto – so ein lustiges Gefährt – auf den Weg. 

 

Und wieder haben wir Glück.

Sehenswürdigkeiten und Nationalparks hatten leider alle noch geschlossen. Deshalb wollten wir gleich bis an die Ostküste durchfahren.

Doch genau an dem Tag, an dem wir losfahren, gibt es neue Regelungen und die Nationalparks dürfen wieder öffnen. So cool!

 

Wir hatten in der Nähe eines Nationalparks bereits ein Zimmer reserviert, es aber wieder storniert, weil die Parks ja zu hatten.

So ändern wir unsere Pläne nochmal und machen uns doch auf den Weg zu dem Hotel in der Nähe des Nationalparks. Dort angekommen, erfahren wir, dass es geschlossen ist. Und auch alle anderen Hotels in der Nähe sind noch geschlossen. :-(

 

Hm...was jetzt?

Seit wir in den Ort gekommen sind folgt uns - mehr oder weniger unauffällig - ein Moped-Fahrer. Als er seine Chance wittert spricht er uns an. Er ist ein Guide und könnte uns jetzt gleich eine Safari durch den Nationalpark anbieten.

Diese Chance müssen wir nutzen! Und so sitzen wir 30min. später schon in unserem Jeep. Mega cool! Eine Privat-Safari nur für uns.

Und auch im Nationalpark kommen wir aus dem Staunen nicht heraus. Gleich zu Beginn tauchen neben der Straße Elefanten auf! 2 große und 2 kleine Elefanten, die neben uns ihre Blätter fressen, immer wieder zu uns herüber schauen und dann gemütlich hinter uns über die Straßen spazieren. Richtige Elefanten!!!!! Ein unglaubliches Erlebnis!

 

Wir entdecken auch noch: Hirsche, Affen, Wildschweine, Wasserbüffel, Krokodile, Hasen, viele verschiedene Vögel, Zebramangusten, und ein weiteres Highlight – sogar Leoparden!

Es ist unglaublich all diese Tiere in ihrer natürlichen Umgebung, und trotzdem aus nächster Nähe, zu sehen.

 

Da wir kein geöffnetes Hotel in der Nähe finden, machen wir uns gleich nach der Safari auch schon wieder auf den Weg. Wir wollen nach Arugam Bay an den Strand. 3 Stunden Fahrt für 150km. Und das ganze in der Nacht, auf der „falschen Seite“ – hier ist Linksverkehr - und bei Regen. Puh!

Als wir gerade ins Auto steigen ruft uns der Guide noch zu: „And watch out for the elephants and monkeys. They will cross the road!“ Was??? Auch in der Nacht?

 

Und tatsächlich, ein paar Kilometer später entdecken wir den ersten Elefanten am Straßenrand. Wahnsinn! Er steht einfach da und frisst gemütlich seine Blätter. Ganz langsam fahren wir an ihm vorbei.

Schon ein komisches Gefühl – der ist ja auch doppelt so groß wie unser kleiner Flitzer!

 

Nicht viel später, sehen wir 2 weitere Elefanten. Diesmal mitten auf der Straße! Als wir näher kommen, bewegen sie sich auch auf uns zu und strecken ihre Rüssel Richtung Auto. 

Leider gibt es viele Leute, die sich einen Spaß daraus machen und die Elefanten füttern. Dadurch verlieren sie ihre Scheu vor Autos und kommen immer näher, können sogar aggresiv werden, wenn man ihnen dann nichts gibt.

Wir fahren einfach langsam weiter und beobachten diese riesigen Tiere mit großem Respekt.

 

Der Rest der Fahrt verläuft sehr ruhig. Immer wieder fahren wir durch kleinere Ortschaften.

Am Ziel angekommen, checken wir in ein schönes Hotel ein.

Wieder mal sind wir so gut wie die einzigen Gäste – ich glaube 1 anderes Zimmer ist noch belegt.

Gegenüber unseres Hotels ist ein Restaurant, dass geöffnet hat und – wir können es ja kaum glauben – in dem auch Leute sitzen. Sehr zu unserem Erstaunen sind es andere Touristen.

Schon lustig, dass man sich freut, wenn man andere Touristen sieht. ;-)

Oft wünscht man sich die schönsten Plätze für sich alleine zu haben, ist man dann aber immer allein, kommt es einem auch sehr komisch vor.

 

Arugam Bay ist eigentlich ein richtig großer Touristenort mit vielen Bars und Restaurants.

Jetzt haben nur ein paar davon geöffnet, aber wir freuen uns, dass wir einfach aus dem Hotel spazieren und uns eines der Restaurants aussuchen können.

Im Hotel haben wir einen schönen Pool direkt am Strand. 

Und Mathias geht 10min. zu Fuß zu seinem Surfspot, an dem auch die Mädls die ein oder andere Welle erwischen – allerdings ist es hier nicht ganz so leicht wie auf den Kanaren, ein paar Salzwassser-Komplett-Spülungen müssen sie einstecken. ;-)

 

Es ist super hier! Wir genießen den Pool, gehen lecker Essen und surfen. Einfach fein!

Hier lernen wir auch eine Familie mit einem Mädl in Lonis Alter kennen – perfekt!

 

Nach gemütlichen 5 Tagen beschließen wir dann weiter zu fahren. Diesmal stehen 6 Stunden Autofahrt für ca. 250 km an.

Trotz der langen Dauer ist die Fahrt sehr kurzweilig – es gibt so viel zu schauen. 

Das Leben hier ist einfach so ganz anders als man es bei uns kennt. 4-köpfige Familien sitzen auf einem Moped – das ältere Kind steht vorne, Papa fährt und Mama sitzt mit dem kleineren Kind hinten. In Österreich unvorstellbar.

Überall auf der Straße laufen Kühe, Hunde und Wasserbüffel herum, die hier genau so zum Verkehr gehören wie TukTuks, Mopeds und Fahrräder. So ergibt es sich, dass man häufig in Schlangenlinien um Tiere herum fährt, oder mal ganz am Rand stehen bleiben muss, weil auf der anderen Seite ein Bus einen TukTuk-Fahrer überholt, der gerade einen andern TukTuk-Fahrer überholt. :-)

Es ist lustig das Alles zu beobachten!

 

Und dann kommen wir an – im Paradies!

Es ist so unglaublich schön hier!

Dinesh hat uns dieses Haus empfohlen, in dem wir uns sofort wie zu Hause fühlen. 

Es liegt abseits von jeglichem Trubel direkt am Strand. Alles ist so liebevoll eingerichtet und die Zimmer sind wirklich schön!

Die Gastgeberin Mandy ist so unglaublich herzlich und erfüllt uns jeden Wunsch.

 

Wir dürfen auch in der Küche beim Dal-Curry-Kochen zuschauen und Mili hilft beim „SriLanka-Schnitzel“ machen! :-)

 

Mandy organisiert extra für uns einen Schnorchel-Trip in einem Nationalpark – der leider offiziell noch immer geschlossen ist.

An unserem 2. Tag hier kommt noch ein anderer Gast. Und jetzt ratet mal......es ist eine Österreicherin. Die Welt ist einfach so klein. :-)

Am Abend gibt es ein Lagerfeuer am Strand und bei gemütlicher Musik und einem Gläschen Wein - Mandy hat irgendwo noch eine Flasche ausgegraben ;-) - lassen wir den Abend ausklingen.

 

Wir werden noch 1-2-3 Tage hier bleiben und die Ruhe genießen, bevor es wieder weitergeht. 

 

Wir schicken euch ganz liebe Grüße, wo auch immer ihr gerade seid!

Lasst euch die Sonne auf den Bauch scheinen und genießt die Tage!

 

 

 

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