Sri Lanka Teil 2

 

 

 

Wir sind wirklich im Paradies - hier in Nilaveli, in einem kleinen, feinen Bungalow am Sandstrand.

Einfach perfekt.

 

Mathias und ich finden dann auch eine Tauchschule die geöffnet hat und wir gehen das erste mal seit Jahren gemeinsam tauchen. 

Emilia möchte diesmal nicht mitkommen – hier gibt es leider viele Quallen – ungefährlich - und ich versteh sie total, dass sie da lieber nicht ins Wasser möchte.

Beim Anblick der vielen glitschigen Dinger vergeht mir das Tauchen dann tatsächlich auch ein bisschen. 

Aber manchmal muss man einfach über seinen Schatten springen und so bin ich die Erste, die Rückwärts vom Boot ins Wasser purzelt. AHHHHHHH.......

Zum Glück kommen die Anderen auch gleich nach und wir können abtauchen.

 

Unter Wasser warten diesmal noch ein paar andere Herausforderungen.

Wir tauchen durch einen Tunnel und in eine kleine Höhle. Alles echt eine Überwindung für mich, die sich mehr als lohnt!

Es ist ein wirklich toller Tauchgang mit vielen Fischen in allen Größen, Schnecken, Muscheln und sogar Feuerfischen.

 

Die Mädls waren in der Zwischenzeit mit Elke – unserer österreichischen Mitbewohnerin – stundenlang im Wasser. :-)

 

Da wir die Entscheidung getroffen haben, früher als gedacht nach Hause zu fahren, müssen wir jetzt auch die Reiseplanung anders gestalten. 

Es wäre schön hier einfach noch ein paar Tage oder sogar Wochen zu bleiben, das Meer und die Sonne zu genießen......

Aber jetzt zieht es uns doch weiter. Es gibt noch so vieles zu sehen und wir wollen zumindest die bekanntesten Plätze auf jeden Fall besuchen.

 

Zu unserer großen Überraschung findet am letzten Abend bei Mandy eine Sri Lanka-Party statt. So lustig!

Es wird Karaoke gesungen und dazu getanzt. Wir sind herzlich eingeladen und „müssen“ natürlich ein deutsches Lied zum Besten geben. :-)

 

Ein super Abschluss für diesen tollen Ort!

Schweren Herzens fahren wir am nächsten Tag weiter. 

 

Wir haben ganz viele Empfehlungen bekommen und so landen wir am Abend in der Villa unserer „Freunde“, die wir samt 3 Angestellten ganz für uns alleine haben. Und das auch noch zu einem mega Freundschaftspreis! Wahnsinn! 

 

Doch am Weg zu unserer Villa liegt noch ein Nationalpark, den wir uns auch unbedingt anschauen sollen/wollen. :-)

Die Suche nach einem Guide ist wieder mal sehr einfach. Wir bleiben auf einer Tankstelle stehen um zu fragen, da steht schon jemand vor unserem Fenster und fragt: „Safari?“. Der Preis ist für uns in Ordnung – wir wollen nicht handeln, geben gerne eher mehr, weil wir einfach wissen, wie schwierig die Situation für die meisten Menschen hier ist!

 

Und so geht’s los!

Wir sehen sooooo viele Elefanten. Unglaublich!!!

Nicht alle sind dem Jeep gut gesinnt und sehen uns als Störfaktor – der wir natürlich auch sind.

Und so versuchen wir möglichst großen Abstand zu halten und die Elefanten nicht zu stören. Ganz geheuer ist es uns auch nicht, wenn diese riesigen Tiere so nahe kommen.

Es ist einfach so etwas besonderes Elefanten zu sehen und zu wissen, dass sie gerade hier sind, weil sie das so wollen und nicht, weil sie eingesperrt sind und keine andere Möglichkeit haben.

 

Nach diesem tollen Erlebnis geht’s weiter in unsere Villa in Dambulla und ab ins Bett. 

Am nächsten Tag heißt es nämlich früh aufstehen! Um 5:00 läutet der Wecker, um 5.30 geht’s schon los. 

Wir wollen zum Sonnenaufgang auf dem Felsen Sigiriya sein.

Doch der Plan geht nicht ganz auf – für den Felsen muss man Eintritt zahlen und die Kassa öffnet erst um 7:00.

Also umsonst so früh aufgestanden :-( - oder doch nicht ganz. 

In der Nähe befindet sich ein weiterer Felsen, den wir dann mit leichter Sonnenaufgang-Verspätung erklimmen. Eine wirklich coole Wanderung und der Ausblick auf den Felsen von Sigiriya ist der Hammer!

Wie überall in Sri Lanka wimmelt es auch hier nur so von Hunden, die wie Guides mit uns hinauf und wieder hinunter laufen. :-)

 

Den restlichen Tag verbringen wir am Pool bevor es am nächsten Tag schon wieder weiter geht. 

Kandy ist unser nächstes Ziel. Eine große Stadt mit dem bekannten „holy tooth tempel“. Anscheinend liegt hier der Zahn von Buddha. Finden konnten wir den Zahn nicht, trotzdem war der Tempel sehr beeindruckend!

 

Auf unserem Weg nach Nuwara Eliya bleiben wir noch 2 Nächte in der Nähe von Kandy, machen eine weitere tolle Wanderung und besichtigen den Turm Ambulawawa. 

Auf den Fotos haben wir schon gesehen, dass man dort in schwindelerregende Höhen hinaufklettern kann. Was wir dann aber entdecken ist noch viel abenteuerlicher.

Anders als erwartet ist der Turm nicht in einem Ort, sondern hoch oben auf einem Berg. Die Straße hinauf ist so steil, dass wir es mit unserem kleinen Auto nicht immer beim ersten Mal um die Kurve schaffen. Ein paar Kilometer vor dem Ziel müssen wir dann aufgeben, das Auto parken und zu Fuß weitergehen. Puh.....unglaublich steil hier. 

 

Nachdem wir ein paar Schritte gegangen sind, kommt uns ein Tuk-Tuk-Fahrer entgegen und fragt uns ob er uns hinauf bringen soll. Das geht??????

Hihi....nicht ganz. Einmal muss Mathias kurz aussteigen und schieben und die restliche Zeit fährt das Tuk-Tuk in kleinen Schlangenlinien die schmale Straße hinauf. Aber.....wir schaffen es tatsächlich! :-)

Bergab geh ich dann aber wirklich lieber – keine Ahnung ob diese Tuk-Tuks wirklich so gute Bremsen haben. ;-)

 

Der Turm ist spektakulär! Eine Wendeltreppe führt außen den Turm entlang zur Spitze. Nichts für schwache Nerven! Die Treppe wird mit jeder Runde schmäler und irgendwann kann man sich nur noch seitwärts bergauf wurschteln.

Puh.......echt hoch!

 

Nuwara Eliya ist bekannt für seinen Tee.

Ceylon ist der frühere Name Sri Lankas und die Blätter für den weltweit bekannten Ceylon-Tee wachen auf riesengroßen Teeplantagen im Hochland Sri Lankas. 

Tee soweit das Auge reicht! Unglaublich!

 

Wieder mal haben wir großes Glück – wir finden eine Teefabrik, die zwar geschlossen hat, ein Guide aber, extra für uns, eine Führung durch sämtliche Stationen macht. Wow!

Wir haben nicht gewusst, dass es so viele einzelne Schritte braucht um Tee herzustellen. Auch wusste ich nicht, dass es so viele verschiedene Arten von schwarzem Tee gibt.

Echt ein cooles Erlebnis!

 

Nach einer sau kalten Nacht in Nuwara Eliya – in der Früh hatte es nur 17 Grad! – machen wir uns wieder mal ganz in der Früh auf.

Diesmal geht’s in den Nationalpark von Horton Plains. Diesen Nationalpark kann man zu Fuß durchwandern und kommt dabei an einem Wasserfall und 2 „Worlds-End“-Punkten vorbei.

Eine tolle Wanderung mit schönen Aussichten und viel unterschiedlicher Natur.

Den Leoparden, die hier leben, sind wir zum Glück nicht begegnet!

Da wir so gut wie die einzigen waren, ist es immer ein bisschen unheimlich, wenn man weiß, dass es hier auch wilde Tiere gibt!

 

Ella hießt unser nächstes Ziel. Auf dem Weg hierher fahren wir wieder durch Berge mit vielen Teeplantagen und einer herrlichen Aussicht!

Wir wohnen diesmal wieder bei einer Familie, die uns am Abend mit lecker Reis & Curry verwöhnt.

Danush, der Hausherr, hilft uns beim planen unserer Ausflüge und zeigt uns die Umgebung.

Besondere Highlights hier sind die 9-Arches-Bridge – eine Eisenbahnbrücke mit 9 Bögen - zu der wir gleich am ersten Abend wandern und der little Adams-Peak – ein Berg mit toller Aussicht auf die Umgebung.

Das Beste aber soll die Zugfahrt sein. Eigentlich wollten wir von Nuwara Eliya mit dem Zug nach Ella fahren. Leider fuhren die Züge aber noch nicht – Covid. 

 

Und wieder mal ist das Glück auf unserer Seite. 

Am ersten Tag an dem die Züge wieder fahren, sind wir noch immer in Ella.

Diese Chance wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Also 6.00 aufstehen, 6.30 in den Zug einsteigen. Juhu!

Weil wir nicht mehr so viel Zeit haben, wollen wir nur ein kleines Stückchen mit dem Zug fahren. Eigentlich 30-40 min. Irgendwie kämpft sich der Zug aber über die zugewachsenen Gleise, muss immer wieder rückwärts fahren um dann mit Schwung über die schwierigen Stellen zu kommen. So wird aus der kurzen Fahrt eine 2-stündige Reise. Wir sind auf jeden Fall begeistert! Die Landschaft ist super schön und man kann bei diesen Zügen in den offenen Türen stehen und nach draußen schauen! Ein absolut cooles Erlebnis! Da stört es gar nicht, dass es etwas länger dauert! :-)

 

 

Auf unserem weiteren Weg nach Hikkaduwa zu Dinesh, schauen wir uns noch den Strand von Mirissa und Weligama an. 2 eigentliche Top-Strände zum Surfen und Schnorcheln. Da hier aber gerade keine Saison ist – die startet im Süden erst wieder im Sept./Okt. – kann man hier nur riesige Wellenberge an den Strand rauschen sehen. 

Zu wild um ins Wasser zu gehen.

 

Dinesh erwartet uns schon wieder in seinem Guesthouse.

Wir machen gemeinsam eine River-Safari und am Abend kommt seine Familie noch einmal zum Grillen. 

Es ist wirklich immer wieder toll einen kleinen Einblick zu bekommen, wie die Menschen hier leben, mit welcher Kraft sie ihre Ziele verfolgen und sie ohne großes Geld in die Tat umsetzen!

 

Tja, und dann geht es für uns schon weiter zu unserer letzten „Station“ – Colombo, die Hauptstadt Sri Lankas.

 

Wir finden einen Tuk-Tuk-Fahrer, der uns die Stadt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zeigt. 

Auch hier ist Covid spürbar! Die Straßen sind voll, aber vermutlich nicht mal halb so voll wie sonst, viele Geschäfte sind geschlossen und auch Sehenswürdigkeiten haben noch nicht geöffnet. 

Und wieder mal sind wir begeistert von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die uns trotz allem entgegengebracht wird. 

Sri Lanka ist wirklich ein wunderbares Land mit so vielen wunderbaren Menschen!

 

Tja, und morgen geht es tatsächlich nach Hause!

Es ist schwer zu beschreiben, was einem in diesem Moment durch den Kopf – und durchs Herz – geht.

Ein lachendes und ein weinendes Auge beschreibt es vermutlich am Besten.

 

Unsere große Reise endet...

 

...und ein neues Abenteuer beginnt. 

 

Wir werden wieder eine Wohnung haben, arbeiten und in die Schule gehen, einen ganz anderen Alltag leben – und wenn wir ehrlich sind, freuen wir uns schon darauf. ;-)

Und wer weiß wann uns die Reiselust wieder packt und wir unser nächstes Abenteuer starten. ;-)

 

 

Eines ist sicher:

 

Wir werden dieses Abenteuer nie vergessen!

Dieses Jahr war eine riesengroße Bereicherung für uns!

Wir haben die Zeit, besonders als Familie, in vollen Zügen genossen,

haben so unendlich viele tolle Augenblicke erlebt

und werden all die wunderbaren Eindrücke für immer in unseren Herzen tragen!

 

 

 

 

 

Ein riesengroßes 

DANKE

gilt vor allem unserer Familie und unseren Freunden, die uns bei all unseren Spinnerein immer und ohne zu zögern unterstützt haben! DANKE!

 

 

Danke,

...dass wir diese Reise als Familie erleben durften.

...Mathias, dass du uns Alle mit deiner Reiselust angesteckt hast und nicht aufgehört hast, deine Träume wahr werden zu lassen.

....Mädls, dass ihr, auch wenn es nicht immer leicht für euch war, bei Allem sofort dabei wart und auch die schwierigen Situationen mit uns gemeinsam gemeistert habt.

...für all die wunderbaren Menschen, die uns ein Stück auf unserer Reise begleitet haben.

...für all die tollen Erlebnisse, die wir nie wieder vergessen werden.

 

 

Danke, euch Allen, 

...für eure Unterstützung!

...dass ihr immer für uns da seid!

...dass ihr uns immer begleitet habt!

...für all eure lieben Kommentare und Nachrichten!

...an Alle, die unsere Berichte gelesen haben!

 

Danke, dass ihr Teil unseres Reise-Blogs wart!

 

 

Hiermit verabschieden wir uns von euch allen!

 

Glaubt an eure Träume!

Genießt jeden einzelnen Tag!

 

 

 

Conny, Mathias, Emilia, Leona

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Extra – Müll

 

Ein Punkt liegt uns noch am Herzen.

 

Leider gibt es auch eine Kehrseite von Sri Lanka – Müll.

Überall liegen vor allem Plastikflaschen und Plastiksackerl herum. 

Ein trauriger Anblick.

Mistkübel findet man kaum und das Verständnis für Recycling ist bei den meisten Menschen gering.

 

Auch in unserem Paradies – am Strand – türmen sich Müllberge. 

Wir wissen gar nicht wo wir anfangen sollen, zumindest einen kleinen Teil davon zu entsorgen.

Und leider stellt sich heraus, dass genau Das das Problem hier ist. Wir sammeln in 15 min. 10 große Müllsäcke, laden sie in unser Auto und bringen sie zum nächsten Müllplatz, der 20 min. mit dem Auto entfernt liegt. Müllabfuhr gibt es hier nur in den großen Städten.

Kaum am Müllplatz angekommen nimmt die Misere ihren Lauf. Der Müllplatz ist einfach ein nicht eingezäuntes Areal auf dem jeder seinen Müll irgendwo abstellt. :-(

Elefanten wühlen, nicht weit von dem Platz an dem unsere Müllsäcke landen, im Dreck und auch andere Tiere durchforsten den Müll auf der Suche nach Fressbarem.

 

Wir sind schockiert und versuchen immer wieder, durch Gespräche mit den Einheimischen, auf dieses Problem aufmerksam zu machen und gemeinsam Lösungen – zumindest für ihr eigenes Müllproblem - zu finden. Gar nicht so einfach, vor allem mit dieser Ausgangssituation.

Die meisten Menschen verbrennen ihren Müll hinter dem Haus oder an der Straße.

 

In einigen Ort finden wir dann doch schon Ansätze von Mülltrennung und Recycling. 

Wir glauben dass das Bewusstsein immer mehr und mehr kommt und hoffen für Alle, dass auch die Regierung dieses große Problem ernst nimmt und hilft für dieses wunderbare Land ein Müllentsorgungssystem aufzubauen. 

 

 

FOTOS folgen......

...irgendwie schaff ichs hier nicht, meine Fotos auf den PC zu bekommen. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Paci (Freitag, 06 August 2021 20:52)

    So das wars wohl mit den spannenden Geschichten von Euch.... �

    Wir haben so mitgefiebert mit euch u ganz ganz oft an euch gedacht u von euch erzählt... Bewundernswert was ihr in einem Jahr erleben durften u was ihr auf euch genommen habt...

    Ich freu mich so das ihr alle fit u gesund wieder kommt...

    Conny bitte mach mit dem Block weiter, da wir vorallem ICH deine Geschichten liebe, besser als jede Netflix Serie ���

    Also...schönes Ankommen daheim... freu mich auf nächste woche �